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„Gemeinsam die Region Lüneburg zukunftsfähig machen“

Regionalveranstaltung informierte über EU-Förderung

Landesbeauftrage Jutta Schiecke

Landesbeauftrage Jutta Schiecke

Die neue EU-Förderperiode kommt in Fahrt. Die Programme sind genehmigt. Über die Hälfte der Richtlinien ist fertig. In den nächsten Wochen und Monaten können die ersten Projekte beantragt werden. Das ist das Ergebnis der Regionalveranstaltung für die Region Lüneburg am 22. Juli zur neuen EU-Förderperiode.

Jutta Schiecke, Landesbeauftragte für die Region Lüneburg machte den Teilnehmern deutlich, worauf es in dieser Förderperiode ankommt. „Schauen Sie über den Gartenzaun, über Ihre Verwaltungsgrenzen. Bündeln Sie Ihre Ressourcen, tun Sie sich zusammen. Damit werden Sie mit Ihren Projekten erfolgreich sein." Und sie betonte, „das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg wird Sie begleiten und unterstützen."

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Jutta Schiecke die Vertreter aus Politik, Verwaltung und Institutionen auf einen Veranstaltungs-Marathon eingestimmt. 38 Richtlinien auf 132 Folien. Den über 200 Teilnehmern wurde viel abverlangt. Sie waren auf Einladung des ArL Lüneburg in das Technologie-Zentrum Handwerk (TZH) in der Hansestadt Lüneburg gekommen.

„Niedersachsen setzt Maßstäbe", führte die Landesbeauftragte in Ihrer Begrüßung aus. „Wir nehmen das Zusammenwirken der verschiedenen EU-Förderprogramme fonds- und ressortübergreifend in den Blick. Durch Koordinierung und Vernetzung schaffen wir eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Mittel und Synergien zu Gunsten des Landes." Was dieser Satz bedeutet, wurde den Teilnehmern schnell deutlich. Weg vom Gießkannenprinzip geht es hin zur regionsspezifischen Förderung. „Ziel-, regions- und fondsübergreifend", das ist der künftige Ansatz, so Jens Palandt aus der Niedersächsischen Staatskanzlei. Projekte stehen im Wettbewerb wenn es um die Fördermittel geht. Dabei sind die Regionen in die Entscheidungen eingebunden. Eine wichtige Aufgabe kommt dem kommunalen Steuerungsausschuss zu, der seine Arbeit im Frühjahr aufgenommen hat. Das ArL Lüneburg, die Fachministerien und die Bewilligungsstellen arbeiten eng zusammen.

Ein Beispiel fondsübergreifender Ansätze ist die Breitbandförderung. Sowohl der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), als auch der Landwirtschaftsfonds ELER sehen Fördermöglichkeiten vor.

Die Hürde im Wettbewerb haben bereits die 21 LEADER- und ILE-Regionen in der Region Lüneburg gemeistert. Sie mussten sich mit vierzig weiteren Bewerbern einem Auswahlverfahren der besten Entwicklungskonzepte unterziehen. Jetzt planen sie ihr Regionalmanagement um dann Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raumes auf den Weg zu bringen.

Auch die Süderelberegion hat mit „SmartRegion" bereits ein teilregionales Entwicklungskonzept vorgelegt mit Projektideen, die auf die Umsetzung warten.


Landesbeauftrage Jutta Schiecke

Landesbeauftrage Jutta Schiecke

Richtlinien als Grundlage der Förderungen

Richtlinien bilden die Grundlage aller Förderungen. Sie weisen aus, welche Förderziele verfolgt werden, nennen insbesondere die Förderbedingungen, mögliche Förderempfänger und die Höhe der Förderung. Experten aus den Niedersächsischen Fachministerien stellten den Teilnehmer die Richtlinien vor, die in ihren jeweiligen Ressorts auf Grundlage der mit der Europäischen Union vereinbarten Programme entwickelt wurden.

Thematisch erläuterten sie die Förderschwerpunkte für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) Infrastruktur, Regionalentwicklung, Umwelt, Soziales und Bildung.

Deutlich wurde dabei auch die Verteilung der 978 Millionen Euro, die in Niedersachsen für EFRE und den Sozialfonds ESF bereitstehen und der 1,1 Milliarden Euro aus dem ELER. Als Übergangsregion kann die Region Lüneburg davon auf 330 Millionen Euro für EFRE und ESF zurückgreifen. Für Maßnahmen aus dem ELER kann es einen höheren Zuschusssatz geben, abhängig von der Steuereinnahmekraft der Kommunen. Zu den europäischen Geldern kommen bei einzelnen Förderbereichen noch Mittel des Bundes und des Landes hinzu, so aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz. Bei allen Förderprogrammen ist eine Kofinanzierung des Antragstellers, also die Bereitstellung von eigenen Mitteln erforderlich. Finanzschwache Kommunen können eine Kofinanzierungshilfe des Landes erhalten.


Landesbeauftrage Jutta Schiecke

Landesbeauftrage Jutta Schiecke

Zum Abschluss der sechsstündigen Veranstaltung ermunterte Jutta Schiecke die Teilnehmer, sich in den Gremien zu engagieren und Projekte zu entwickeln. Dabei machte sie deutlich: Die Chancen auf eine Förderung steigen, wenn Sie mit anderen Projektträgern kooperieren, die Entwicklung der Region oder einer Teilregion voranbringen wollen und dabei übergreifende Ansätze für maßgeschneiderte Lösungen bieten." Das ArL Lüneburg wird den Austausch miteinander und untereinander unterstützen. „Wir werden Fachgespräche, Vernetzungsplattformen und Foren anbieten um auf der Basis der Regionalen Handlungsstrategie mit Ihnen gemeinsam unsere Region Lüneburg zukunftsfähig zu machen."




Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Detlef Bade, Präsident der HWK Braunschweig-Lüneburg-Stade
Vorschaubild Jens Palandt, Niedersächsische Staatskanzlei
Vorschaubild Chrisitian Wittenbecher, Landwirtschaftsministerium
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Regionale EU-Auftaktveranstaltung; 22.07.2015 im THZ Lüneburg
Vorschaubild Janin Wieja, NBank
Vorschaubild Janin Wieja, NBank
Vorschaubild Sandra Morget, Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Vorschaubild Uta Kreutzenbeck, Wirtschaftsministerium
Vorschaubild Wera Bauseneick, Niedersächsische Staatskanzlei
Vorschaubild Wilfried Hayen, Umweltministerium
Vorschaubild Silke Schaar, Umweltministerium
Vorschaubild Marita Riggers, Sozialministerium
Vorschaubild Claudia Pappert, Kultusministerium
Vorschaubild Stefan Friedrich, Wirtschaftsministerium

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