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1. Spatenstich für die Königsberger Straße im Freilichtmuseum Kiekeberg

Landesbeauftragte Monika Scherf: „Das neue Projekt strahlt weit in die Metropolregion hinaus und ist bundesweit relevant!“


 
1. Spatenstich mit Ministerin Birgit Honé (5. v.l.) und Landesbeauftragter Monika Scherf (li)

Am 15. Juni kam Landesbeauftragte Monika Scherf zum Freilichtmuseum Kiekeberg. Sie nahm dort an der Übergabe des Förderbescheides des Förderfonds Hamburg/Niedersachsen der Metropolregion Hamburg durch Europaministerin Birgit Honé teil.

Das Projekt Königsberger Straße hat für die Region Lüneburg eine ganz besondere Bedeutung. An keinem anderen Ort werden nach Fertigstellung die ersten Jahrzehnte der jungen Bundesrepublik so erlebbar gestaltet. „Das neue Projekt strahlt weit in die Metropolregion hinaus und ist bundesweit relevant!“ Davon ist Monika Scherf überzeugt. „Wir haben von Anfang an gesehen, welche Potentiale die Königsberger Straße“, betont die Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg. Das Projekt sei ein wertvoller Baustein die Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken.

In der Pressemitteilung des Freilichtmuseums heißt es zu dem Großprojekt:
„Am Standort des Freilichtmuseums Kiekeberg in Rosengarten-Ehestorf entsteht ein Straßenzug mit sechs Gebäuden, einschließlich Gärten, Straßenlaternen, Litfaßsäule und Telefonzelle.“

Zum 1. Spatenstich kam Birgit Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung. Sie überreichte den Förderbescheid des Förderfonds Hamburg/Niedersachsen der Metropolregion Hamburg an Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg, Museumsdirektor Stefan Zimmermann und Geschäftsführerin Carina Meyer. Die Ministerin würdigte den Landkreis Harburg, er sei ein tolles Beispiel für gelungene Regionalentwicklung und das Freilichtmuseum am Kiekeberg sei der richtige Ort für das Projekt. „Hier entsteht nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt“, sagte sie. Für die Bürgerinnen und Bürger der Metropolregion entstünde hier ein ganzheitlicher Ort, an dem sie ihre eigene Familiengeschichte im Kontext der Nachkriegsgeschichte wiederfindet werden. Deshalb habe sie sich auch gerne dafür eingesetzt, dass das Land einen finanziellen Beitrag leistet.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Der Förderfonds Hamburg/Niedersachsen der Metropolregion Hamburg finanziert insbesondere das typische Siedlungsdoppelhaus und die Ausstellung zur Nachkriegszeit in der Metropolregion. Über zwölf Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Evakuierte, dazu zirka zehn Millionen ehemalige Zwangsarbeiter gab es in West-Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Landkreis Harburg nahm überproportional viele Menschen auf. Wohnten hier 1939 noch 62.602 Menschen, waren es zehn Jahre später bereits 124.397.

„Der Landkreis Harburg hat die schwierige Nachkriegszeit gemeistert“, blickt Landrat Rainer Rempe zurück und betont: „Das war eine außergewöhnliche Integrationsleistung, die unsere Region bis heute prägt.“ Der Landkreis Harburg ermöglicht als dauerhafter Partner die tägliche Museumsarbeit. Zusätzlich engagiert er sich jetzt auch in der Königsberger Straße.

Die Bauzeit des Projektes ist auf sechs Jahre angelegt. Das Finanzvolumen beträgt 6,14 Millionen Euro. Der Großteil der Königsberger Straße wird durch Bundesmittel finanziert.

Weitere Informationen im Internet unter http://kiekeberg-museum.de/koenigsberger-strasse.html.

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