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FKU-Verfahren Teufelsmoor im Landkreis Osterholz zur Einleitung freigegeben

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast verkündet Flurbereinigungsprogramm 2018-2022


 

Über die Aufnahme in das Flurbereinigungsprogramm durch Ministerin Barbara Otte Kinast (Mitte) freuen sich: v.r. Dominik Vinbruck, Leiter des Dezernates 3 - Ordnung, Bauen, Umwelt des Landkreises Osterholz und Stefan Warnken, Vorsitzender des Kreisverbandes Osterholz des Nds. Landvolks und Mitglied des Arbeitskreises zusammen mit Landesbeauftragter Monika Scherf, Dezernatsleiter Bernd Beitzel (3.v.l.) und Dezernatsteilleiter Michael Kießig.




Am 14. Mai hat Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast das Flurbereinigungsprogramm 2018 bekannt gegeben.

Das Vereinfachte Flurbereinigungsverfahren Teufelsmoor im Landkreis Osterholz gehört zu den Verfahren, die jetzt eingeleitet werden können. Teufelsmoor ist ein sogenanntes FKU-Verfahren - ein Verfahren zum Flächenmanagement für Klima und Umwelt.

Das Gebiet mit dem Teufelsmoor hat eine besondere Bedeutung sowohl für die Landwirtschaft, den Naturschutz, als auch den Tourismus. Ziele des Verfahrens sind zum Beispiel die Entflechtung von Nutzungskonflikten im Rahmen der Wiedervernässung des Moores, die Sicherung der bäuerlichen Landwirtschaft, die Erhaltung wertvoller Hochmoorstadien und die Weiterentwicklung der Hochmoorregenerationsbereiche sowie Maßnahmen zur Förderung der naturverträglichen Erholungseignung der Landschaft.

Der nächste Verfahrensschritt war am 15. Mai die Wahl des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft. Jetzt wird auf die Neugestaltungsgrundsätze aufbauend der Wege- und Gewässerplan mit landschaftspflegerischem Begleitplan aufgestellt, der die im Gebiet geplanten Maßnahmen verbindlich darstellt.

Weitere Informationen zum Verfahren im Internet unter FKU Teufelsmoor

Neben dem Verfahren Teufelsmoor gab die Ministerin grünes Licht für die Einleitung weiterer Verfahren in Niedersachsen. Insgesamt 24 neue, verbindliche Projekte mit einer Gesamtgröße von rund 32.000 Hektar, können innerhalb der nächsten zwei Jahre eingeleitet werden. Darunter sind die A20-Unternehmensflurbereinigungen Himmelpforten und Oldendorf im Landkreis Stade.

Zur Verkündung des Flurbereinigungsprogrammes 2018 bis 2022 waren mehr als 40 Akteure aus allen Regionen des Landes nach Hannover gekommen. „Ich freue mich, dass Sie Ihre Region fit für die Zukunft machen", beglückwünschte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Gäste im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Gut die Hälfte dieser Projekte dient der Umsetzung von Planungen der öffentlichen Hand zum Bau von Fernstraßen sowie Ortsumgehungen. Der damit verbundene erhebliche Flächenbedarf sowie die daraus resultierenden Nutzungskonflikte werden im Rahmen der Flurbereinigung gelöst. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die sogenannten Zweckverfahren, in denen die Interessen der örtlichen Landwirtschaft mit Zielen der Wasserwirtschaft, des Naturschutzes, der Landschaftspflege und anderen verknüpft werden.

„Die Flurbereinigung ist ein wichtiger Motor für die Entwicklung im ländlichen Raum", betonte Ministerin Otte-Kinast. Sie dankte Bürgermeistern, Arbeitskreissprechern und Behördenvertretern, „weil sie uns helfen, Niedersachsen voranzubringen." Die Verfahren werden von den vier Ämtern für regionale Landesentwicklung an insgesamt elf Standorten begleitet.

Zur Presseinformation des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz

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