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Landesbeauftragte Monika Scherf überreichte Aufnahmebescheid an Bürgermeister Horst Hofmann

Städtebauförderungsmittel für die Erweiterung des Kindergartens in Ottersberg


v.l.n.r.: Kita-Leiterin Maria Bolley, Kirchenvorstandsvorsitzende Frauke Vakilzadeh, Landesbeauftragte Monika Scherf vom Amt für regionale Landentwicklung in Lüneburg und Bürgermeister Horst Hofmann (Foto: Flecken Ottersberg)

Am 26.09.2018 kam Landesbeauftragte Monika Scherf in den Flecken Ottersberg. Sie überreichte dort Bürgermeister Horst Hofmann den Aufnahmebescheid für die Städtebauförderung im Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“. Der Flecken plant die Erweiterung des Kindergartens im Kernort Ottersberg.

Der gesamte Flecken Ottersberg hat in den vergangenen 4 Jahren (2014-2017) ein Bevölkerungswachstum verzeichnet. Dabei hat insbesondere der Kernort Ottersberg ein Bevölkerungsplus von 413 Einwohnern (7,6 %) vorzuweisen. In den Jahren davor waren die Bevölkerungszuwächse nur gering (0,78 %). Eine ähnliche Entwicklung hat das Wachstum der Geburten in den genannten Zeiträumen genommen: wurden in den Jahren 2009 bis 2013 jährlich durchschnittlich 57,6 Kinder geboren, waren es im Zeitraum 2014 bis 2017 jährlich durchschnittlich bereits 75,3 Kinder.

Für die Betreuung der Kinder im Kernort Ottersberg stehen der ev.-luth. Kindergarten sowie ein Waldorfkindergarten zur Verfügung. Aufgrund der anhaltend großen Nachfrage nach Betreuungsplätzen für die Kinderbetreuung, reichen die Räumlichkeiten im Kernort Ottersberg aktuell nicht mehr aus. So wurde bereits provisorisch eine altersübergreifende Gruppe des ev.-luth. Kindergartens in einem Nebenraum einer bestehenden Sporthalle, in Ortsrandlage, untergebracht. Um diese Gruppe in räumlicher Nähe zur bestehenden Kita im Ortskern unterbringen zu können und um den zu erwartenden weiter steigenden Bedarf an Krippenplätzen zu decken, soll der bestehende Kindergarten um zwei Gruppenräume erweitert werden.

Zur Finanzierung der v.g. Maßnahme hat die Kommune Fördermittel aus dem Investitionspakt Soziale Integration (InvP) angemeldet und bereits im April diesen Jahres einen vorläufigen Aufnahmebescheid über 690.000 € an Fördergeldern erhalten, der jetzt, nach Verabschiedung des Bundeshaushaltes, als endgültiger Aufnahmebescheid überreicht werden kann.

Der ev.-luth. Kindergarten Ottersberg ist sehr engagiert im Bereich der sozialen Integration von Kindern. So nimmt die Einrichtung neben anderen Bundes- und Landesprogrammen am Bundesprogramm „Sprach-Kitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil, dies war u.a. ein besonderes Kriterium zur Aufnahme in den Investitionspakt.

Mit dem InvP unterstützen Bund und Länder die Kommunen darin, Angebote der quartiersbezogenen Integration und des sozialen Zusammenhalts zu schaffen und als Orte der Integration zu qualifizieren. Der Investitionspakt fördert bauliche Maßnahmen zum Erhalt und zum Ausbau von sozialen Infrastruktureinrichtungen im Wohnumfeld. Es sollen Räume für Bildung und Begegnung geschaffen werden, um vor Ort die Teilhabe und Integration aller Menschen unabhängig von Ihrem Einkommen, ihrem Alter, ihrer Herkunft und Religion zu ermöglichen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat den Investitionspakt im Jahr 2017 aufgelegt und stellt dafür bis 2020 jährlich 200 Mio. € an Finanzhilfen zur Verfügung. Im Jahr 2017 wurden bundesweit bereits 235 Maßnahmen in 202 Kommunen aufgenommen.

In 2018 hat Niedersachsens Umwelt- und Bauminister Olaf Lies 20 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 22,4 Mio. € für das Bund-Länder-Förderungsprogramm „InvP“ vorgeschlagen. Die Projekte zur sozialen Integration werden mit einem Zuschuss aus Bundes- und Landesmitteln in Höhe von insgesamt 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten unterstützt, so dass die Kommunen nur einen Eigenanteil von 10 Prozent aufbringen müssen.

Im Amtsbezirk Lüneburg sind in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 5 Kommunen (Lüneburg, Bardowick, Cuxhaven, Hemmoor, Ottersberg) mit einem Gesamtvolumen von 9,4 Mio. € in das Programm aufgenommen worden.

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