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Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat die Teilnehmer am aktuellen Dorfentwicklungsprogramm bekanntgegeben.

Mit dabei sind Ahlerstedt, Egestorf, Findorff – Land und Vastorf – Thomasburg aus der Region Lüneburg


Dorfentwicklung ist eine Erfolgsgeschichte in Niedersachsen. Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg betreut regelmäßig über 50 Dörfer und Dorfregionen. Jetzt hat Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Teilnehmer am aktuellen Dorfentwicklungsprogramm bekanntgegeben. 14 Regionen wurden neu aufgenommen. Vier kommen aus dem Amtsbezirk Lüneburg. Es sind dieses die Dorfregionen:

Ahlerstedt, Landkreis Stade mit den beteiligten Dörfern Ahlerstedt, Ahrensmoor, Ahrenswohlde, Bokel, Kakerberg, Oersdorf, Ottendorf, Wangersen

Egestorf, Landkreis Harburg mit den beteiligten Dörfern Egestorf, Schätzendorf, Sahrendorf mit Sudermühlen, Döhle, Evendorf

Findorff - Land, Landkreis Rotenburg (Wümme) mit den beteiligten Dörfern Hönau-Lindorf, Iselersheim, Mehedorf, Nieder Ochtenhausen, Ostendorf

Vastorf - Thomasburg, Landkreis Lüneburg mit den Dörfern Bavendorf, Radenbeck, Wennekath, Wiecheln, Gifkendorf, Rohstorf, Volkstorf, Vastorf, Thomasburg

Zehn der 14 Dorfregionen partizipieren von dem Modellansatz „Soziale Dorfentwicklung" darunter Ahlerstedt, Findorff - Land und Vastorf - Thomasburg. Die Aufmerksamkeit der Akteure wird durch geeignete Prozess- und Moderationsmethoden in der ersten Stufe der Dorfentwicklung auf das Dorf als sozialer Ort gelenkt. „Jedes Dorf hat seine Stärken. Die gilt es gemeinsam herauszuarbeiten, um Arbeit und Leben auf dem Land attraktiv zu gestalten", betonte die Ministerin anlässlich der Bekanntgabe.

Die in der Region Lüneburg ausgewählten Regionen haben in ihren Bewerbungen ihre Ziele definiert:

"PRO-DORF-REGION-AHLERSTEDT - Gemeinsam sind wir stark" - dieses Leitbild begleitet die Gemeinde Ahlerstedt auf dem Weg in eine Zukunft, in der insbesondere das dörfliche Gemeinwesen unter Beteiligung aller Generationen gefördert und die regionale Identität gestärkt werden sollen.

Die Gemeinde Egestorf plant, das Erscheinungsbild ihrer Dörfer auch im Hinblick auf den sanften Tourismus weiter zu verbessern, um damit als „Tor zur Lüneburger Heide" eine nachhaltige Zukunftsperspektive als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort zu entwickeln.

Die Stadt Bremervörde möchte die historischen Findorff-Siedlungen Hönau-Lindorf, Iselersheim, Mehedorf, Nieder Ochtenhausen und Ostendorf als Siedlungsform erhalten und als Ausdruck regionaler Identität bewahren und fördern. Zudem sollen im Sinne der sozialen Dorfentwicklung auch Vorhaben umgesetzt werden, die auf ideeller Ebene einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Lebens in den Dörfern leisten.

Unter dem Leitmotiv „Dorfregion Thomasburg-Vastorf - Erleben, Erhalten, Erneuern" wollen sich die Gemeinden Thomasburg und Vastorf insbesondere der Innenentwicklung und Ortsstärkung widmen. Die geplante Stabilisierungsstrategie soll unter besonderer Berücksichtigung der Nähe zu Lüneburg die vorhandene Wohn- und Lebensqualität der Dorfregion für die Zukunft sichern.

In einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums heißt es dazu: „Die interessierten Dörfer mussten sich im Rahmen eines Wettbewerbs für die Aufnahme in das Programm qualifizieren. Bis zum 1. August 2017 wurden 41 Anträge abgegeben. Anschließend entschied ein Ranking über die Vergabe. „Jeder Bewerber kann sich als Gewinner sehen. Diese Dörfer haben sich bereits durch die Antragstellung auf den Weg gemacht, um sich weiter zu entwickeln", freute sich die Ministerin über die hohe Beteiligung." Und weiter: „Damit befinden sich nun 285 Dorfentwicklungsverfahren in der Förderung. Insgesamt erreicht das Programm mit bislang 800 beteiligten Dörfern einen neuen Höchstwert. Niedersachsen wird nach gegenwärtigen Planungen 2019 rund 40 Millionen Euro für die Vorhaben der Dorfentwicklung zur Verfügung stellen."

Für Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast ist Dorfentwicklung wegweisend für ein lebendiges Leben auf dem Land. Nicht nur der Strukturwandel in der Landwirtschaft, sondern auch die demografischen Veränderungen wirken sich direkt auf die kleinen Orte aus. Leere Häuser, fehlende Einkaufsmöglichkeiten und Begegnungsstätten sind oft die Folge. Deshalb gelte die besondere Aufmerksamkeit der Innenentwicklung.

Weitere Informationen zur Dorfentwicklung im Internet unter.

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