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Digitalisierung der Wirtschaft - mit 4.0 in die Zukunft

Regionaler Innovationstag am 10. August im TZH Lüneburg bietet Information und Beratung


Innovation  
Landesbeauftragte Jutta Schiecke mit v.r.n.l. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Eckhard Sudmeyer, Dr. Maik Plischke und Marian Köller

„Eine gute Vernetzung ist ein Erfolgsfaktor der Regionalentwicklung", sagte Jutta Schiecke zur Eröffnung des regionalen Informationstages im Technologiezentrum der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade (TZH Lüneburg).

Die vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg gemeinsam mit dem Innovationszentrum (IZ) Niedersachsen ausgerichtete Veranstaltung richtete sich an Wirtschaftsförderer, Berater und vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen. Erstmalig ist zu diesem Thema eine umfassende Expertenkompetenz in einer Veranstaltung versammelt.

„Besonders für mittelständische Unternehmen ist das Thema Digitalisierung der Wirtschaft wichtig", betonte Landesbeauftragte Jutta Schiecke. „Die sogenannte vierte industrielle Revolution verbindet die digitale Welt des Internets mit den konventionellen Prozessen und Diensten der produzierenden Wirtschaft. Das ermöglicht an die Kundenwünsche angepasste individuelle Lösungen."

Für viele Betriebe, besonders im ländlichen Raum, ist das Thema noch mit vielen Fragen verbunden. Voraussetzung für die Digitalisierung ist der Ausbau der Infrastruktur für ein leistungsfähiges und flächendeckendes Internet. Dafür stehen in Niedersachsen von 2014-2020 insgesamt weit über 300 Mio € zur Verfügung. Hinzu kommen zinsgünstige Darlehn für Kommunen von bis zu 1 Mrd € wobei die NBank 500 Mio € bereitstellt und weiter 500 Mio € von regionalen Instituten stammen.

„Das Innovationszentrum Niedersachsen als Mitveranstalter des Innovationstages ist ein wesentliches Element der niedersächsischen Wirtschaftsförderung", betonte Dr. Maik Plischke, Geschäftsführer der IZ Niedersachsen GmbH. Ziel des IZ Niedersachsen ist es, die niedersächsische Wirtschaft bei der Entwicklung von Innovationen zu unterstützen und damit Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. „Dazu werden mit branchenspezifischen und branchenübergreifenden Wirtschaftsfördernetzwerke Impulse in die Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zur Entwicklung und Verbreitung zukunftsweisender Schlüsseltechnologien in Niedersachsen gesetzt", so Dr. Plischke.

Die Bedeutung und Notwendigkeit der Vernetzung beschrieb Marian Köller vom Netzwerk Industrie 4.0 Niedersachsen.

„Es geht darum, die passenden Partner im Zusammenspiel produzierender Unternehmen als Anwender und Anbieter für zielorientierte Lösungen zusammenzubringen", sagt der Netzwerkmanager.

Ein Beispiel: Produzierende Unternehmen treten mit dem Netzwerk in Kontakt, um sich über mögliche Digitalisierungslösungen zur Optimierung ihrer Fertigung zu informieren. „Wir als Netzwerk können diese Unternehmen daraufhin objektiv und neutral an unsere Experten vermitteln und gemeinsame Vor-Ort-Termine organisieren", sagte Marian Köller.

Neben diesen Referenten zeigten weitere Experten anhand von Best-Practice Beispielen Lösungswege auf.

Die Veranstaltung wurde abgerundet durch Beratungsinseln mit kompetenten Ansprechpartnern. Dabei waren die Industrie und Handelskammern gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Technologie- und Innovationsförderung Elbe-Weser Region" (ARTIE), die Hochschule für angewandte Wissenschaften Ostfalia University of Applied Sciences, die Leuphana Universität Lüneburg, die NBank, die Süderelbe AG, das Netzwerk Industrie 4.0 Niedersachsen, eHealth. Niedersachsen, „mit uns digital!" - das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover, der Verfassungsschutz Niedersachsen & Innovationszentrum Niedersachsen GmbH, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH für Stadt und Landkreis Lüneburg und die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Für das ArL Lüneburg war der Regionale Innovationstag ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Regionalen Handlungsstrategie (RHS). Die 2014 gemeinsam mit den Landkreises der Region Lüneburg und Akteuren aus der Wirtschaft und der Wissenschaft entwickelte Strategie beschreibt Zielrichtungen und Handlungsansätze der Regionalentwicklung in den kommenden Jahren Ein zentrales Handlungsfeld sind die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovation und damit die Sicherung und der Ausbau der Leistungsfähigkeit der Betriebe in der Region.


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