Artikel-Informationen
erstellt am:
17.06.2026
zuletzt aktualisiert am:
18.06.2026
Lüneburg. Die Regionen Weser-Ems und Lüneburg gehen bei der Energietransformation einen gemeinsamen Weg: Mit der ersten Phase der Studie „Wirtschaft.Wandel.Energie. – Wertschöpfung durch die Transformation zwischen Ems und Elbe“ liegt erstmals eine regionale Datengrundlage vor, die energie-, wirtschafts- und flächenbezogene Potenziale systematisch zusammenführt.
Hinter der Studie steht ein breites Bündnis regionaler Akteure aus Wirtschaft, Energie, Wissenschaft und Netzwerken. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Energiewende im Norden sichtbar und greifbar zu machen und aufzuzeigen, welches wirtschaftliche Potenzial in der Verknüpfung von Energie, Infrastruktur und Flächen steckt.
Im Rahmen der ersten Projektphase wurden die energetischen, wirtschaftlichen und räumlichen Ressourcen der Region analysiert und in einem gemeinsamen Daten- und Informationssystem zusammengeführt. Damit wurde eine wichtige Grundlage geschaffen, um zukünftige Entwicklungen faktenbasiert bewerten und gestalten zu können.
„Die Energiewende ist weit mehr als eine energiepolitische Herausforderung. Sie eröffnet erhebliche Chancen für zusätzliche Wertschöpfung, Innovationen und zukunftsfähige Arbeitsplätze in unserer Region. Voraussetzung dafür ist ein gemeinsames Verständnis der vorhandenen Potenziale und der strategischen Entwicklungsmöglichkeiten“, betont Christoph von Speßhardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Elbe-Weser und Vertreter der auftraggebenden Institution.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Regionen Weser-Ems und Lüneburg über erhebliche Standortvorteile für die Energietransformation verfügen. Dazu zählen insbesondere Potenziale im Bereich der erneuerbaren Energien, der Energieinfrastruktur, geeigneter Flächen, Logistikknotenpunkte sowie bestehender wirtschaftlicher Kompetenzen.
„Mit dieser Studie haben wir erstmals eine belastbare, gemeinsame Datenbasis geschaffen, die zeigt: Unsere Region ist nicht nur Energieerzeuger, sondern kann zum echten Treiber der Transformation werden. Jetzt kommt es darauf an, diese Potenziale gezielt in Wertschöpfung und Beschäftigung zu überführen", erklärt Karin Beckmann, Landesbeauftragte und Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg und maßgeblich an der Erarbeitung der Studie beteiligt.
Im Bezirk des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg gibt es beispielsweise Landkreise wie Uelzen, die viel Eignungsflächen für Windkraftanlagen ausweisen müssen oder Standorte wie Stade, die aufgrund der dort vorhandenen industriellen Ansiedlungen sich sehr gut positionieren können. Hier ist auch der Bau eines Elektrolyseurs geplant.
Mit dem Abschluss der ersten Studienphase beginnt nun die nächste Etappe des Projekts. Im Mittelpunkt steht künftig die Frage, wie die identifizierten Potenziale in konkrete regionale Wertschöpfung übersetzt werden können. Dazu sollen Wertschöpfungsketten, Beschäftigungswirkungen und wirtschaftliche Entwicklungsperspektiven für die Region näher untersucht werden.
Die Erstellung der Studie wurde durch Mittel des Landes Niedersachsen, des Strategierats Energie Weser-Ems, des Netzwerks H2 N.O.N., der Industrie- und Handelskammern Elbe-Weser, Lüneburg-Wolfsburg, Ostfriesland und Papenburg, Oldenburg sowie Osnabrück Emsland – Grafschaft Bentheim, des Landesverbands Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen (LEE) und von Powerhouse Nord e. V. gefördert. Die organisatorische Federführung liegt bei der Industrie- und Handelskammer Elbe-Weser.
Die Ergebnisse der ersten Phase wurden am 17. Juni 2026 im Rahmen einer digitalen Veranstaltung vorgestellt. Der Ergebnisbericht steht ab sofort zum Download zur Verfügung.
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erstellt am:
17.06.2026
zuletzt aktualisiert am:
18.06.2026