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Rotenburg (Wümme) und Soltau freuen sich über Förderbescheide

Städtebauförderung: Fortschreibung der Programme „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“


Amtsbezirk Lüneburg. Große Freude in Rotenburg und Soltau. Am (heutigen) Montag hat Dezernatsleiter Dr. Stefano Panebianco, Dezernatsleiter beim Amt für regionale Landesentwicklungen (ArL) Lüneburg, den beiden Städten Förderbescheide übergeben. Damit kann die nachhaltige Sanierung der jeweiligen Stadtkerne weiter vorangetrieben werden. Rotenburg erhält zusätzlich einen Förderbescheid aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ und setzt damit die Pläne für die Gesamtmaßnahme „Wohngebiet Auf dem Loh“ fort.

„Lebendige Innenstädte und starke Quartiere sind das Herzstück unserer Städte. Mit der Städtebauförderung unterstützen wir Rotenburg und Soltau dabei, ihre Zentren zukunftsfähig, klimafreundlich und für alle Menschen attraktiv zu gestalten“, sagt Dr. Stefano Panebianco, Dezernatsleiter beim ArL Lüneburg.

Rotenburg: Innenstadt beleben, Wohngebiet stärken

Die Rotenburger Innenstadt soll ein attraktiver Standort für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen werden, in dem sich Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste gerne aufhalten. In der Gesamtmaßnahme „Innenstadt und Niederungen“ wurde dafür bereits einiges erreicht: Pflanzkübel machen die Innenstadt bunter, neues Mobiliar lädt zum Verweilen ein. Die Steinbeißergasse wurde mit sogenannten Klimasteinen umgebaut, die Niederschlagswasser speichern. Bei hohen Temperaturen verdunstet dieses Wasser und soll die umliegenden Flächen kühlen. Mitgedacht wird auch die Rotenburger Werke gGmbH. Auf ihrem Gelände sollen Begegnungsorte neu geschaffen und Gebäude saniert werden.

Mit dem Förderbescheid in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro können nun weitere Maßnahmen folgen. Bis zum Abschluss der Förderung Ende 2042 werden insgesamt 20,4 Millionen Euro investiert, davon kommen 13,3 Millionen Euro von Bund und Land. Bei der Stadt verbleibt ein Eigenanteil von rund 6,6 Millionen Euro.

Aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ fließen weitere Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro in das „Wohngebiet Auf dem Loh“. Damit sollen unter anderem der Lohmarkt umgestaltet, Spielflächen weiterentwickelt und Orte zum Innehalten entlang des Sandhasenwegs geschaffen werden. Hier belaufen sich die Gesamtinvestitionen auf rund 17 Millionen Euro, davon Fördermittel von Bund und Land in Höhe von rd. 11 Millionen Euro und einem Eigenanteil der Stadt in Höhe von rd. 5,5 Millionen Euro.

„Wir können sehr dankbar sein über die Aufnahme in das Förderprogramm. Es ermöglicht uns in finanziell herausfordernden Zeiten, große und auch erforderliche Schritte in der Innenstadt und dem Wohngebiet auf dem Loh umzusetzen“, sagt Bürgermeister Torsten Oestmann.

Soltau: Westliche Innenstadt wird aufgewertet

In diesem Programmjahr erhält die Stadt einen Förderbescheid von 2,4 Millionen Euro. Damit werden weitere Maßnahmen umgesetzt, um den westlichen Innenstadtkern attraktiver zu gestalten. Dazu gehören die Modernisierung und der Erhalt baukulturell wertvoller Gebäude ebenso wie die städtebauliche und gestalterische Aufwertung der Innenstadt als Erlebnisort. Es soll ein lebendiger Stadtraum entstehen, der den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ebenso gerecht wird wie denen des Einzelhandels. Barrierefreiheit und klimarelevante Aspekte spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Fußgängerzone soll nicht nur ein funktionaler Einkaufsbereich sein, sondern als Erlebnisraum neu definiert werden und ihre Rolle als lebendiger Mittelpunkt Soltaus stärken. Böhme und Soltau sollen einbezogen werden, sodass ihr Wasserlauf erlebbar wird und die Innenstadt ökologisch gewinnt. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf rd. 10 Millionen Euro, an denen sich Bund und Land mit Städtebaufördermitteln in Höhe von rd. 5,8 Millionen Euro beteiligen. Nach Abzug zweckgebundener Einnahmen verbleibt ein Eigenanteil von gut 2,9 Millionen Euro bei der Stadt.

„Die erneute Unterstützung im Rahmen der Städtebauförderung ist ein starkes Zukunftssignal für Soltau: Sie zeigt, dass wir unseren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen, um unsere Innenstadt als lebendigen und zukunftsfähigen Mittelpunkt zu sichern. Dank der Finanzhilfen von Bund und Land können wir konkrete Projekte wie die klimagerechte Neugestaltung unserer Fußgängerzone sowie die Aufwertung unserer zentralen Plätze und Quartiere spürbar voranbringen. Diese Investitionen kommen direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern an, indem sie die Aufenthaltsqualität erhöhen und Soltau als Wohn-, Arbeits- und Kulturort noch attraktiver machen. Dafür danken wir dem Bund und dem Land Niedersachsen herzlich für die verlässliche Partnerschaft und Unterstützung“, betont Bürgermeister Karsten Brockmann


Großzügige Förderung für nachhaltige Stadtentwicklung in Niedersachsen

Das Land Niedersachsen fördert gemeinsam mit dem Bund die nachhaltige Entwicklung und Erneuerung von Städten und Gemeinden mit rund 185 Millionen Euro, wobei das Land Niedersachsen die Hälfte des Fördermittelvolumens zur Verfügung stellt. Damit werden Maßnahmen in den Programmen „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ gefördert.


Städtebauförderung als Motor für lebenswerte und nachhaltige Städte

Die Städtebauförderung ist ein zentrales Instrument der Landes- und Bundespolitik zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Das Programm unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen und bietet zugleich eine wirksame Grundlage zur ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Transformation. Die Programm­aufnahme­mitteilungen erhalten die Kommunen von den Ämtern für regionale Landesentwicklung, die Bewilligung der Fördermittel erfolgt durch die NBank.


Über das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg

Von der Küste bis in die Heide, vom Wendland bis zur Weser: Das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg kümmert sich gemeinsam mit Kommunen und anderen Aktiven in der Region um die langfristige Lebens- und Standortqualität in den 11 Landkreisen zwischen Hamburg, Bremen und Hannover. Es ist zentraler Ansprechpartner vor Ort, wenn es um öffentliche Fördermittel geht und sorgt dafür, dass das Geld aus Brüssel, Berlin oder Hannover da ankommt, wo es die Entwicklung der Region dauerhaft stärken kann. Von Raum- und Flurneuordnungsverfahren, über Tourismus und Wirtschaftsförderung, bis hin zu Städtebau und politischer Bildung: Jährlich werden eine Vielzahl von Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Landesregierung organisiert, und durchschnittlich 40 Millionen Euro Fördergelder in der EU-Strukturförderung für die ländlichen Räume bewilligt.

  Bildrechte: ArL Lüneburg/Westermann
Nimmt den Bescheid von Dr. Stefano Panebianco, ArL Lüneburg entgegen: Rotenburgs Bürgermeister Torsten Oestmann. Darüber freut sich auch die Geschäftsführung der Rotenburger Werke gGmbH, vertreten durch Thorsten Tillner und Sabine Ulrich (v.l.)
  Bildrechte: ArL Lüneburg/Westermann
Dr. Stefano Panebianco überreicht dem Bürgermeister von Soltau, Karsten Brockmann den Förderbescheid

Artikel-Informationen

erstellt am:
28.09.2026
zuletzt aktualisiert am:
30.09.2026

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