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Innovative Feldberegnung im Wendland

Amt für regionale Landesentwicklung fördert zukunftsweisende landwirtschaftliche Projekte


Die Landesbeauftragte Monika Scherf (l.) überreichte die Förderbescheide an die Beregnungsverbände. Auch Johannes Heuer vom Bauernverband Nordostniedersachsen (r.) schaute sich das Projekt an.   Bildrechte: ArL
Die Landesbeauftragte Monika Scherf (l.) überreichte die Förderbescheide an die Beregnungsverbände. Auch Johannes Heuer vom Bauernverband Nordostniedersachsen (r.) schaute sich das Projekt an.

Wustrow. Spätestens nach den letzten Jahrhundertsommern ist es ein großes Thema in der Landwirtschaft: Wie sollen zukünftig Felder und weitere landwirtschaftliche Flächen effektiv und ressourcenschonend beregnet werden? Zur Unterstützung hat das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) jetzt zwei Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von rund 160.000 Euro übergeben, die für die weitere Entwicklung in der Landwirtschaft in der Region zentral sein könnten.

„Die letzten Sommer haben gezeigt, dass wir auf diesem Gebiet schnellstmöglich handeln müssen und ich freue mich, dass wir hier im Wendland ein Pionier-Projekt mit Fördergeldern der EU unterstützen können“, sagte die Landesbeauftragte Monika Scherf bei der Bescheidübergabe.

Mit dem Geld können die Beregnungsverbände Metzingen und Lüchower Landgraben im Landkreis Lüchow-Dannenberg ihre Pumpensteuerung automatisieren und die Regnerwagen mit GPS-Sendern und Sektorensteuerung ausstatten. Das Ziel ist klar: Die Energie- und Wassereffizienz in der landwirtschaftlichen Bewässerung muss optimiert werden. „Durch die GPS-Technologie wird zukünftig nur bis zum Rande des Feldes gesprengt und nicht etwa bis auf die Straße“, erklärt Ines Harms, die das Projekt im Amt für regionale Landesentwicklung im Rahmen der LEADER-Förderung betreut hat.

Laut Fachleuten hatte es in der Beregnungstechnologie fast zwei Jahrzehnte lang einen Stillstand gegeben. Die im Wendland erprobten Verfahren könnten nun richtungsweisend für die Zukunft sein. Das in dem Projekt erworbene Wissen soll weiteren Landwirten und Beregnungsverbänden zur Verfügung gestellt werden.

Zum Thema: Was bedeutet LEADER?

Die Abkürzung LEADER kommt aus dem Französischen (liaison entre actions de développement de l’économie rurale) und bedeutet übersetzt eine „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Ziel ist es, die Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen. Es handelt sich dabei um ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 innovative Aktionen und Projekte im ländlichen Raum gefördert werden.

Finanziert wird das Programm aus dem ELER-Fonds. (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) Die Förderung erfolgt ausschließlich mit EU-Mitteln, allerdings müssen diese mit nationalen Mitteln kofinanziert werden, beispielweise mit einem Eigenanteil. Im Amtsbezirk Lüneburg gibt es 14 LEADER-Regionen, bestehend aus Kommunen, die sich – zum Teil landkreisübergreifend – gemeinsam für das Programm beworben haben.


Artikel-Informationen

25.02.2020

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