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Vom Aktenschrank ins Webportal

Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) unterstützt Kommunen bei der Digitalisierung von Geodaten


 
Große Karten gibt es in den Behörden häufig in Papierform oder als PDF-Dokument: Die LB M. Scherf, Dez.-L. H. Ottmar und Stadt- und Raumplaner T. Weding (v.r.n.l.) wollen Kommunen bei der Einführung eines neuen Webportals unterstütze.

Lüneburg – Noch füllen Akten viele Schränke, doch die Digitalisierung ist auch in Niedersachsens Behörden in vollem Gange. Interessierte Kommunen haben nun die Möglichkeit, ihre Datenverwaltung in den Bereichen Flächennutzungsplanung (FNP) und Regionale Raumordnungsplanung (RROP) auf eine gemeinsame und zukunftsfähige technische Basis umzustellen.

„Geodaten der Bauleitplanung und Unterlagen für Raumordnungsverfahren gibt es in den meisten kommunalen Behörden noch in Papierform oder als PDF-Dokument. Immerhin handelt es sich dabei um sehr große Karten mit vielen komplexen Informationen“, erklärt Stadt- und Raumplaner Tom Weding vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg. Das soll sich mit der bundesweiten Einführung des Standards „XPlanung“ ändern. „Damit wird es möglich, Pläne und Planungsdaten in einem gemeinsamen Datenformat bereitzustellen und auch zwischen unterschiedlichen IT-Systemen verlustfrei auszutauschen“, so Weding.


Möglich macht diese Umstellung die Initiative „PlanDigital“ des Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung. Bis 2022 stehen dafür erhebliche Mittel aus dem „Sondervermögen Digitalisierung“ der Landesregierung zur Verfügung. Umsetzen sollen das Ganze die vier Ämter für regionale Landesentwicklung.


„Die flächendeckende Einführung des Standards birgt viele Vorteile im Bereich Bauen und Planen – sei es für Verwaltungen, Wirtschaft und nicht zuletzt für die Bürgerinnen und Bürger“, sagte die Landesbeauftragte Monika Scherf am Freitag in Lüneburg.

Um einen möglichen Unterstützungsbedarf durch das Projekt „PlanDigital“ zu ermitteln, findet derzeit bei den Kommunen des Amtsbezirks Lüneburg eine Bestandaufnahme in Form einer Online-Umfrage statt. „Das ist Digitalisierung zum Anfassen“ so Scherf und ist zuversichtlich, dass bis zum Ablauf des Projektzeitraums Ende 2022 viele Kommunen ihre Pläne auf den neuen Standard umstellen werden. „Das Team der Raumordner in meinem Hause wird alle interessierten Kommunen eng begleiten und unterstützen.“

Nähere Informationen zur Initiative „PlanDigital“ finden Sie unter

http://plandigital.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

02.08.2019

Ansprechpartner/in:
Manuela Gaedicke

Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg
Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
Tel: +49 (0) 4131 15 - 1340

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