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Bescheidübergabe Soziale Innovation

Europaministerin Birgit Honé und Landesbeauftragte Monika Scherf überreichten Förderbescheide


LB Monika Scherf mit (v.l.) Gabriele Lukoschek(Stadt Lbg), Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke(HKS Ottersberg) , Prof. Dr. Heike Düselder(MS Lbg), Birgit Honé(EU-ministerin), Andrea Schröder-Ehlers(MdL), Axel Miesner(MdL), Horst Hofmann(Bgm. Ottersberg)
Zwei Projekte aus dem Amtsbezirk Lüneburg erhalten eine Förderung im Rahmen des Programms „Soziale Innovation“. Am 25. März 2019 fand die offizielle Übergabe der Förderbescheide durch Europaministerin Birgit Honé und Landesbeauftragte Monika Scherf an die Museumsstiftung Lüneburg mit dem Projekt „Virtual Reality - Digitaler Wandel in mittleren und kleinen Museen“ und an die Hochschule für Bildende Künste im Sozialen (HKS) in Ottersberg mit dem Projekt „Labor Kunst und Unternehmen“ statt.
Monika Scherf (LB) mit (v.l.) Horst Hofmann (Bgm. Flecken Ottersberg), Gabriele Lukoschek (Stadt Lüneburg), Prof. Dr. Heike Düselder (Museum Lüneburg), Birgit Honé (Europaministerin), Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke (HKS Ottersberg), Axel Miesner (MdL)

In festlichem Rahmen nahmen Prof. Dr. Heike Düselder für die Museumsstiftung Lüneburg und Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke die Bescheide entgegen. Die Ministerin betonte, dass die Richtlinie „Soziale Innovation“ eine breite Vielfalt an sozial-innovativen Projekten mit immer wieder neuen, überraschenden Inhalten ermögliche und sie ihr daher besonders am Herzen läge. Experimentieren sei ausdrücklich erlaubt. Die beiden Projekte bilden die vierte Staffel seit Inkrafttreten der Richtlinie 2016. Mithilfe von EU-Mitteln werden sozial-innovative Projekte in den Handlungsfeldern „Arbeitswelt im Wandel“ und „Daseinsvorsorge“ entwickelt, erprobt und umgesetzt.

Die Richtlinie ist in dieser Form bundesweit einzigartig. Sie trägt dazu bei, unseren gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum und die Arbeitswelt mit vielen sozial innovativen Projekten und Maßnahmen attraktiv und lebenswert zu gestalten. Den Projekten stehen im Vorfeld und bei der Umsetzung die drei Stellen für Soziale Innovation, die NBank und das Amt für regionale Landesentwicklung beratend zur Seite.


Zu den Projekten:

Museumsstiftung Lüneburg: „Virtual Reality - Digitaler Wandel in mittleren und kleinen Museen“

Monika Scherf (LB) mit (v.l.) Gabriele Lukoschek (Stadt Lüneburg), Wiebke Krohn (Arbeitgeberverband Lüneburg), Prof. Dr. Heike Düselder (Museum Lbg), Andrea Schröder-Ehlers (MdL), Birgit Honé (Europaministerin)

Digital, ökonomisch, relevant - insbesondere für die mittleren und kleinen Museen im ländlichen Raum bilden diese Begriffe eine Herausforderung. Diese Museen haben Mühe, den Anschluss an neue Technologien und insbesondere digitale Präsentationsformen zu finden. Doch gerade für sie ist es wichtig, dass sie nicht "verstauben", sondern mit einem attraktiven Angebot auch weiterhin ihren Beitrag zur Identitätsstiftung und Inwertsetzung der regionalen und lokalen Kulturlandschaft leisten.


Das Museum Lüneburg als Stadt- und Regionalmuseum mit der größten Sammlung aus Archäologie, Kulturgeschichte und Naturkunde bietet viele Anknüpfungspunkte für das Museumsnetzwerk der Region. Es gibt gemeinsame Themen und Objekte, die in eine virtuelle Zeitreise eingebunden werden können. Das Ziel des Projektes ist es, ein Virtual-Reality-Angebot zu konzipieren und umzusetzen, das in allen Verbundmuseen Anwendung finden kann. Das Museum Lüneburg wirkt dabei als regionales Kompetenzzentrum und Multiplikator, in dem das Angebot gemeinsam erarbeitet, erprobt und evaluiert wird, um anschließend in den mittleren und kleinen Museen weiterentwickelt und genutzt zu werden.
HKS Ottersberg: „Labor Kunst und Unternehmen“
Monika Scherf (LB) mit (v.l.) Wiebke Krohn (AGV Lüneburg), Horst Hofmann (Bgm. Flecken Ottersberg), Birgit Honé (Europaministerin), Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke (HKS Ottersberg), Axel Miesner (MdL)

Projektziel ist der Aufbau von Strukturen und personellen Ressourcen für temporäre künstlerische Interventionen in bzw. Kooperationen mit Unternehmen aus der Region. Viele Unternehmen sind auf der Suche nach neuen Herangehensweisen für den Erwerb zeitgemäßer Kompetenzen in Führungs- und Innovationsfragen. Ungewöhnliche Lösungen zu finden bedarf in der globalisierten Wissensgesellschaft kreativer Ansätze. Die HKS Ottersberg wird dafür strukturell ein Labor "Kunst und Unternehmen" aufbauen und Konzepte für die Durchführung sog. künstlerischer Interventionen (temporäre Kooperationen) in Betrieben, vorzugsweise KMU, praxisnah entwickeln und anwenden. Die unternehmerischen Bedarfe, z. B. in Kommunikation, Innovationen, Teamwork und Organisation, betrieblicher Gesundheit, PR/Marketing und Unternehmenskulturen etc., werden erhoben, analysiert und mit ästhetischen Tools bearbeitet. Dabei kommt es zu Begegnungen und gemeinsamen Arbeitssituationen, in denen mitunter konträre Perspektiven und Vorgehensweisen auf die Abkehr von Routinen hinwirken. Die Ergebnisse der künstlerischen Interventionen werden evaluiert und in die Wirtschaft zurückgegeben.

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