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Flurbereinigung Kaarßen steht kurz vor dem Abschluss

Schlussfeststellung soll das Verfahren zum Ende des Jahres beenden


Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg wird mit der Schlussfeststellung die Vereinfachte Flurbereinigung Kaarßen als fünftes von zehn Flurbereinigungsverfahren im Amt Neuhaus zum Jahresende beenden.

„Wir haben das Ziel erreicht und die landwirtschaftlichen Arbeits- und Produktionsverhältnisse in dem 4111 Hektar großen Gebiet verbessert“, betont Matthias Kriks, Projektleiter beim ArL Lüneburg.

Dazu wurden in dem 1994 eingeleiteten Verfahren die Eigentumsflächenflächen zusammengelegt sowie der Flächenzuschnitt und die Erschließungswege auf die Anforderungen an eine moderne Bewirtschaftungsweise ausgerichtet. Für rund 3,4 Millionen Euro wurden 22,3 km vorhandene Wege verstärkt, 5,0 km Wege neu hergestellt und 2 Brücken gebaut.

Ein gleichwertiges Ziel des Verfahrens war die Sicherung und Wiederherstellung einer vielfältigen Kulturlandschaft. Dazu wurden Sukzessionsflächen und extensiv zu bewirtschaftendes Grünland mit kleinen Teichen ausgewiesen. Auch Anlagen zum Bodenschutz wurden errichtet – alles in allem wurden neben der Flächenbereitstellung gut 325.000 Euro investiert.

Die Gesamtkosten des Flurbereinigungsverfahrens betrugen 5,07 Millionen Euro. Davon finanzierten das Land Niedersachsen, der Bund und die EU 97,2 Prozent. 2,8 Prozent wurden von der Gemeinde Neuhaus erbracht.

Die gemeinschaftlichen Interessen der 525 Grundstückseigentümer vertrat der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft. Deren Vorsitzender war Herr Dr. Wilhelm Behnke.

Alle Maßnahmen im Verfahren wurden auf der Grundlage des 2001 genehmigten Wege- und Gewässerplanes mit landschaftspflegerischem Begleitplan umgesetzt. Dieser war zuvor in enger Abstimmung mit dem Vorstand und der Gemeinde Neuhaus aufgestellt worden.

Eine besondere Bedeutung im Verfahrensgebiet hatte auch das Projekt „Alte Obstbaumalleen – Früchte der Elbtalaue“. Allein im Gebiet Kaarßen wurden über 1800 vorhandene Straßenobstbäume saniert und fast 1000 neue gepflanzt.

Matthias Kriks bedankt sich beim Vorstand der Teilnehmergemeinschaft und bei der Gemeinde Neuhaus für die jahrelange gute Zusammenarbeit. „Gemeinsam haben wir erreicht, dass die Landwirtschaft im Gebiet eine Zukunft hat und gleichermaßen die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes gewahrt wurden.“

Mit der Schlussfeststellung werden die Arbeiten des Amtes in diesem Verfahren beendet. Neue Verfahren warten bereits, zum Beispiel um die Planungen zur Autobahn A39 zu begleiten. Diese sogenannten Unternehmensflurbereinigungen haben im ArL Lüneburg wachsende Bedeutung. Mit deutlichem Zuwachs nehmen sie ein Drittel aller Verfahren in der Region Lüneburg ein. Damit unterstützt das ArL Lüneburg bedeutsame Projekte der Infrastruktur in der Region.

Artikel-Informationen

29.08.2018

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