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Inklusionsbetriebe - Wirtschaftlicher Erfolg mit sozialem Engagement!

Die Landesbeauftragte Jutta Schiecke weist auf ein interessantes Förderprogramm hin, dass das niedersächsische Integrationsamt und die NBank bereithalten.

Das niedersächsische Integrationsamt unterstützt Inklusionsprojekte mit Mitteln aus der sog. Ausgleichsabgabe. Weitere finanzielle Mittel stellt das Bundesprogramm „Inklusionsinitiative II - AlleImBetrieb" zur Verfügung. An der Finanzierung beteiligen sich auch die Arbeitsagenturen und die Jobcenter.

Die im Mai 2016 gestartete Förderrichtlinie des Programms "Inklusionsinitiative II - Alle im Betrieb" der Bundesregierung will die Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verbessern. Die Initiative unterstützt den Aufbau und die Erweiterung von Inklusionsbetrieben. Inklusionsbetriebe sind am Markt agierende Unternehmen, in denen Menschen mit Behinderungen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf besondere Schwierigkeiten stoßen, eine berufliche Chance erhalten und mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne Behinderung Seite an Seite zusammenarbeiten.

Inklusionsbetriebesind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Sie können auch als rechtlich unselbstständige Inklusionsbetriebe oder Inklusionsabteilungen von Unternehmen oder öffentlichen Arbeitgebern gefördert werden.

Inklusionsbetriebe verwirklichen das Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention auf gleiches Recht auf Arbeit für Menschen mit und ohne Behinderung. Die Diversifizierung eröffnet dem Betrieb die Chance, von den Stärken und Kompetenzen der Mitarbeiter mit Behinderung zu profitieren.

Die Landesbeauftragte Schiecke ist sich sicher: „Regionale Entwicklung kann letztlich nur dann erfolgreich sein, wenn sie für und mit den Menschen gestaltet wird. Neben den sog. Leistungsträgern sind deshalb auch die Menschen einzubeziehen, die auf den ersten Blick vielleicht geringere Möglichkeiten haben, die regionale Entwicklung zu befördern.
Deswegen haben wir in der 2015 gemeinsam mit den Akteuren der Region erarbeiteten Regionalen Handlungsstrategie das Handlungsfeld „Gesellschaftliche Teilhabe" aufgenommen. Inhaltlich zielt es darauf ab, dass wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe gleichermaßen allen Menschen in der Region ermöglicht wie auch aktiv wahrgenommen bzw. ausgeübt wird. Deshalb unterstützt das Amt für regionale Landesentwicklung die Förder-Initiative in besonderer Weise".

Die Vermittlung vom Menschen mit Behinderungen in den sog. Ersten Arbeitsmarkt dient sowohl den behinderten Menschen selbst wie auch den Unternehmen, die auf diesem Wegemotivierte Mitarbeitern finden und binden können. Dies ist nicht nur ein Beitrag zur Sicherung des steigenden Fachkräftebedarfs, sondern dient auch dazu die Attraktivität unserer Region zu erhöhen.

Inklusionsbetriebe verwirklichen das Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention auf gleiches Recht auf Arbeit für Menschen mit und ohne Behinderung. Die Diversifizierung eröffnet dem Betrieb die Chance, von den Stärken und Kompetenzen der Mitarbeiter mit Behinderung zu profitieren.

Hintergrundinformation:

Gefördert wird die Neugründung oder die Erweiterung eines bestehenden Unternehmens mit einem Investitionskostenzuschuss für die Einrichtung der Arbeits- und Ausbildungsplätze im Betrieb.

Außerdem erhalten Inklusionsbetriebe einen laufenden Personalkostenzuschuss von max. 30% des Arbeitgeberbruttolohns und eine laufende Pauschale für den mit der Beschäftigung der schwerbehinderten Arbeitnehmer verbundenen besonderen Aufwand.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass das Unternehmen seinen Sitz oder seine Betriebsstätte in Niedersachsen hat und mindestens zwei neue dauerhafte Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen schafft. Mindestens 25% (ab 2018 mind. 30%) und in der Regel nicht mehr alsdie Hälfte der Beschäftigten sind schwerbehinderte Menschengemäß § 132 SGB IX.

Gefördert werden schwerbehinderte Menschen mit einer geistigen, seelischen Behinderung oder schweren körperlichen Behinderung und psychisch kranke Menschen, die behindert oder von Behinderung bedroht sind, wenn deren Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt auf besondere Schwierigkeiten stößt. Auch Abgänger aus Werkstätten für schwerbehinderte Menschen oder aus psychiatrischen Einrichtungen und Schulabgänger aus Förderschulen sowie aus integrativer Beschulung gehören zur Zielgruppe. In Niedersachsen sind knapp 725.000 Menschen als schwerbehindert anerkannt.

Derzeit sind in Niedersachsen rd 50 Inklusionsbetriebe unter anderem in der Metallindustrie, im Handwerk, in der der Gastronomie und Hotellerie sowie im Garten- und Landschaftsbau tätig. Grundsätzlich ist die Gründung eines Inklusionsbetriebes in jeder Branche möglich.

Wie es geht, zeigt dieses Beispiel aus der Praxis: Ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb möchte sein Leistungsangebot erweitern und die Landschaftspflege als Inklusionsabteilung führen. In der neuen Inklusionsabteilung sollen insgesamt sechs Mitarbeiter, davon drei mit Schwerbehinderung im Team zusammenarbeiten. Dafür sind die Anschaffung eines neuen Nutzfahrzeuges, eines Anhängers und mehrerer Mäher und Kleingeräte erforderlich. Die Anschaffungskosten können mit einem anteiligen Investitionskostenzuschuss gefördert werden. Zusätzlich erhält das Unternehmen Eingliederungszuschüsse der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters sowie Personalkostenzuschüsse für die außergewöhnlichen Belastungen und den besonderen Aufwand, welche mit der Beschäftigung der schwerbehinderten Beschäftigten verbunden sind. Bei der Konzeptentwicklung stehen die Berater der NBank von Anfang an zur Verfügung.

Das Integrationsamt und die NBank stehen Ihnen für Fragen zu den Fördermöglichkeiten gerne bereit. Als Experten beraten sie zu den rechtlichen Grundlagen, analysieren die Unternehmensidee und informieren über die nächsten Planungsschritte. Außerdem stehen Ihnen auf den Internetseiten des Integrationsamts und der NBank Informationen über Inklusionsbetriebe und eine Liste der Inklusionsbetriebe in Niedersachsen zum Download zur Verfügung.

Kontakt Integrationsamt

Renate Beißert,Tel.: 05121 304-384

E-Mail: renate.beissert@ls.niedersachsen.de

Rolf Gollnick, Tel.: 05121 304-372

E-Mail: rolf.gollnick@ls.niedersachsen.de

Kontakt NBank

Josefin Brode, Tel: 0511 300 31-842

E-Mail: josefin.brode@nbank.de

Dirk Kühn, Tel: 0511 300 31-622

E-Mail: dirk.kuehn@nbank.de

Adelheid Tesch,Tel: 0511 300 31-623

E-Mail: adelheid.tesch@nbank.de

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