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Soziale Innovation erfolgreich in der Region Lüneburg

Landesbeauftragte Monika Scherf überreichte sechs Förderbescheide


 
Landesbeauftragte Monika Scherf

Sechs Projekte aus dem Amtsbezirk Lüneburg erhalten eine Förderung im Rahmen des Programms „Soziale Innovation“. Landesbeauftragte Monika Scherf überreichte den Projektträgern die Förderbescheide.

Der Aufruf zum nächsten Interessenbekundungsverfahren wurde vor wenigen Tagen gestartet.
 
Bescheid Soziale Innovation

Eine Förderung erhalten die Antragsteller mit folgenden Projekten:

  • Landkreis Lüchow-Dannenberg: WendLandLabor

  • Bildungszentrum Heimvolkshochschule Hustedt e.V., LK Celle: Arbeiten 4.0 – mit Arbeitnehmenden den digitalen Wandel gestalten

  • BUPNET GmbH, LK Lüneburg: Führung in Zukunft

  • VitaAkademie GmbH, Zeven, LK Rotenburg (Wümme): AMDL innovativ (das Projekt wird in den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg durchgeführt)

  • Leuphana Universität Lüneburg: Digital Leadership Lab

  • Wir Garten Lüneburg eG: Social Franchise System für Bürger-Gemüse-Genossenschaft

 
Landesbeauftragte Monika Scherf und die Projektbeteiligten Soziale Innovation

Die Projekte bilden die dritte Staffel seit Inkrafttreten der Richtlinie 2016.
Mithilfe von EU-Mitteln werden sozial-innovative Projekte in den Handlungsfeldern „Arbeitswelt im Wandel“ und „Daseinsvorsorge“ entwickelt, erprobt und umgesetzt.

Die Richtlinie ist in dieser Form bundesweit einzigartig. Sie trägt dazu bei, unseren gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum und die Arbeitswelt mit vielen sozial innovativen Projekten und Maßnahmen attraktiv und lebenswert zu gestalten. Das ist besonders in unseren ländlich geprägten Räumen sehr wichtig.

Der Kreativität und der Kompetenz der Menschen in Niedersachsen soll bei der Anwendung der Richtlinie viel Raum gegeben werden. Denn die Akteure in den Regionen wissen sehr genau, wo die Bedarfe sind.

Den Projekten stehen im Vorfeld und bei der Umsetzung die Stellen für soziale Innovation, die N-Bank und das Amt für regionale Landesentwicklung beratend zur Seite.
 
Bescheidübergabe an den Landkreis Lüchow-Dannenberg: v.l. Landesbeauftragte Monika Scherf, Landrat Jürgen Schulz, Silke Bischoff (NBank), Renate Ortmanns-Möller
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg: WendLandLabor

Ziel des Vorhabens ist die Gründung eines Netzwerkes. Es soll regionale – vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Handwerker, Vertreter der Kreativwirtschaft aus der Region und Absolventen der kreativen Studiengänge der umliegenden Metropolen zusammenbringen. Dabei geht es um die Stärkung des bedarfsgerechten Technologie- und Wissenstransfers aus den Metropolen in den ländlichen Raum, um die Verbesserung der Innovationskraft der regionalen Unternehmen und Handwerker und um die Erhöhung der Existenzgründungsaktivitäten im Bereich der Kreativwirtschaft im ländlichen Raum.

[Quelle Hamburg Kreativgesellschaft: Seit dem Jahr 2008 gibt es für Deutschland nun eine “offizielle” Definition der Wirtschaftsministerkonferenz. Laut dieser Definition werden unter Kreativwirtschaft “diejenigen Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.” Ein zweiter Teil der Definition geht näher auf die inhaltlichen Gemeinsamkeiten aller kreativwirtschaftlichen Tätigkeiten ein: “Der verbindende Kern jeder kultur- und kreativwirtschaftlichen Aktivität ist der schöpferische Akt von künstlerischen, literarischen, kulturellen, musischen, architektonischen oder kreativen Inhalten, Werken, Produkten, Produktionen oder Dienstleistungen.“]
 
Bescheidübergabe an Bildugszentrum Heimvolkshochschule Hustedt e.V., v.r. Landesbeauftragte Monika Scherf, Dr. Matthias Richter-Steinke (BDG), Dr. Peter Straßer, Silke Bischoff (NBank)
  • Bildungszentrum Heimvolkshochschule Hustedt e.V., LK Celle: Arbeiten 4.0 – mit Arbeitnehmenden den digitalen Wandel gestalten

Gemeinsam mit Interessenvertretern von Arbeitnehmenden und Personalverantwortlichen aus Unternehmen in der Region Lüneburg wird ein Netzwerk der Sozialpartner aufgebaut. Es sollen Erfahrungen mit Implementierungsprozessen in den Bereichen digitaler Produktion bzw. Dienstleitungen ausgetauscht und die zukünftigen Anforderungen an die Betriebe ermittelt werden. Im Mittelpunkt des Projektes stehen vor allem Fragen, wie ein nachhaltiger, digitaler Wandel im Interesse von Unternehmen und Arbeitnehmenden gemeinsam gestaltet werden kann.
 
Bescheidübergabe an BUPNET GmbH, v.l. Landesbeauftragte Monika Scherf, Monika Hahn und Arno Pott, Silke Bischoff (NBank)
  • BUPNET GmbH, LK Lüneburg: Führung in Zukunft

Die Arbeitswelt wandelt sich. Die wichtigsten Trends der Treiber sind Globalisierung, Digitalisierung, der demografische Wandel und der Wandel von Werten bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Für die Zukunft ergeben sich viele Möglichkeiten produktiver, flexibler, vernetzter und internationaler zu arbeiten. Zugleich erzeugen diese Möglichkeiten Veränderungs-, Anpassung- und Innovationsdruck.

Hier setzt das Projekt an. Neue Führungsmodelle und -kompetenzen sollen entwickelt und vermittelt werden. Die projektbeteiligten Betriebe erarbeiten verwertbare Strategien, die Handlungsfelder im Führungsverhalten identifizieren und neue, moderne Führungskonzepte entwerfen. Diese berücksichtigen u.a. Diversität, Agilität, Innovation, Führung und Digitalisierung und die Resilienz von Führungskräften. Maßnahmen sind die Durchführung von Entwicklerwerkstätten zur Identifikation von aktuellen, praxisorientierten Themenfeldern und die Entwicklung moderner Führungstools, Workshops zur Umsetzung und Erprobung der entwickelten Instrumente sowie Evaluationsworkshops.
 
Bescheidübergabe an VitaAkademie GmbH, v.l. Landesbeauftragte Monika Scherf, Katharina Ludewig, Melanie Philip und Kristoph Kühling, Silke Bischoff (NBank)
  • VitaAkademie GmbH, Zeven, LK Rotenburg (Wümme): AMDL innovativ

Das Projekt wird in den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg durchgeführt.

Es will Antworten finden auf die Fragen: wie kann es gelingen, die Begabungsreserven von Landzeitarbeitslosen so zu aktivieren, dass a) ein Beitrag zur Abmilderung des Fachkräftemangels in der Zielregion vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung geleistet wird; b) im Sinne der Chancengleichheit eine nachhaltige Perspektive mit dem Ziel einer wirtschaftlich autonomen Lebensführung realistisch wird (losgelöst vom Transfergeldbezug). Dazu soll ein innovativer Weg gefunden werden, wie die Bedürfnisse der Arbeitslosen mit den Bedürfnissen der Arbeitgeber und anderer Akteure vor Ort in Einklang gebracht werden können.
 
Bescheidübergabe an Leuphana Universität Lüneburg, v.l. Landesbeauftragte Monika Scherf, Andrea Japsen und Chrisitian Otto, Silke Bischoff (NBank)
  • Leuphana Universität Lüneburg: Digital Leadership Lab

Regionale kleine und mittlere Unternehmen werden durch das „Digital Leadership Lab“ im Rahmen des Wissenstransfers in der Region sensibilisiert. Führungskräfte und Arbeitsteams werden an neue digitale Arbeitstechnologien und -konzepte herangeführt, auf deren Basis sie in ihren Betrieben Organisations- und Managementinnovationen umsetzen können.
Das „Digital Leadership Lab“ wird an der Leuphana Universität Lüneburg eingerichtet. Hier werden die Führungskräfte für die Anforderungen der Digitalisierung sensibilisiert und zu Innovationstreibern gemacht. Dazu bietet das Lab eine begleitende Erkundung zahlreicher neuer Technologien und Tools an einem einzigen Ort durch konkretes Anschauungsmaterial, Erprobungsmöglichkeiten und Workshops, die den Bezug zum digitalen Arbeitsalltag herstellen.
 
Bescheidübergabe an Wir-Garten Lüneburg e.G., v.l. Landesbeauftragte Monika Scherf, Matti Pannenbäcker, Silke Bischoff (NBank)
  • Wir Garten Lüneburg eG: Social Franchise System für Bürger-Gemüse-Genossenschaft

Das Ziel ist, der Entfremdung zwischen Konsumenten und der Lebensmittelerzeugung entgegenzuwirken. Mit Social Franchise Systemen können Bürgerinnen und Bürger ihre eigene Gemüseversorgung in Form einer Gemüse-Genossenschaft in der eigenen Stadt gründen und betreiben. Dadurch bleiben sie nicht nur Konsumenten. Sie werden auch Produzenten.

Das Social Franchise System umfasst eine professionelle und übertragbare Marke incl. Logo und Website sowie Planungs- und Steuerungstools für den Gemüseanbau und die Finanzplanung.

Es wird ergänzt durch ein sehr umfangreiches Praxis-Handbuch mit Kommunikations-, Vertrags- und Dokumentvorlagen sowie einer innovativen Organisations-IT-Infrastruktur. In dem Projekt soll diese neue Arbeitsform erprobt werden.
Artikel-Informationen

27.03.2018

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