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Treffen der Wirtschaftsförderer im ArL Lüneburg

Viel Potenzial in der Region Lüneburg für Green Economy


 
Landesbeauftragte Jutta Schiecke (3.v.r.) mit v.l. Dominic Meinardi, Prof. Dr. Jörg Knieling, Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer, Stephen Struwe-Ramoth und Ursula Weber

Lüneburg. Auf Einladung von Jutta Schiecke trafen sich Wirtschaftsförderer und Vertreter der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und der NBank in Lüneburg. Für das zweite Treffen im Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in diesem Jahr hatte die Landesbeauftragte das Thema Green Economy ausgewählt. Green Economy ist eine Initiative, die die Vereinten Nationen mit dem UN-Umweltprogramm (UNEP) starteten. „Ich bin davon überzeugt", sagte Jutta Schiecke in ihrer Begrüßung, „dass nur eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wirtschaft, die gleichzeitig die Vorteile der Digitalisierung intelligent zu nutzen weiß, zukunftsfähig und erfolgreich sein wird."

In der 2014 für den Amtsbezirk erarbeiteten Regionalen Handlungsstrategie werden die Anforderungen bereits benannt: Die Entwicklung der Region Lüneburg ist angewiesen auf Innovationskräfte, die von Forschungs- und Entwicklungsprojekten ausgehen. Energie- und Ressourceneffizienz sowie der Bereich umweltfreundliche Mobilität stehen im Vordergrund. Wettbewerbsfähigkeit und eine funktionierende Infrastruktur brauchen eine digitale Grundausstattung und ein schnelles Internet.

Zu den Referenten des Treffens gehörten Prof. Dr. Jörg Knieling von der HafenCity Universität Hamburg und Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer vom Kompetenzzentrum 3N. Prof. Dr. Knieling erörterte die Frage, ob es für Green Growth (Beschäftigung und Wachstum bei gleichzeitiger Senkung des Ressourcenverbrauchs -- nachhaltiges Wachstum) Entwicklungspotentiale in der Region Lüneburg gibt. Dies sei zwar eine Herausforderung für Unternehmen. Diese hätten damit aber die Chance einer Markenbildung - auch für die Region, betonte er in seinem Vortrag. Dr. Rottmann-Meyer ging auf die Bedeutung der Bioökonomie ein. Biologische Ressourcen würden genutzt, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Als Beispiel einer solchen nachhaltigen Prozesskette nannte sie die Zuckerrübe. Ziel sei ein durchgängig umweltschonender Ablauf, vom Anbau, über die Ernte, die Verarbeitung bis zur Verwertung.

Auch in den weiteren Vorträgen stand das Thema nachhaltiges Wirtschaften im Mittelpunkt. Dominic Meinardi stellte die Entwicklung einer sensorgestützten Beregnungssteuerung für Feldfrüchte vor, an der die Ostfalia Hochschule in Suderburg arbeitet, um die Ressource Grundwasser zu schonen. Ursula Weber warb für das Projekt NIREM (Nachhaltigkeitsinnovationen im regionalen Mittelstand) der Leuphana Lüneburg. Hier geht es um die Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Übergangsregion Lüneburg bei der Realisierung der Nachhaltigkeitsziele. Sie warb bei den Teilnehmern für eine aktive Unterstützung und Mitarbeit.

Zum Abschluss berichtete Insa Schwob vom ArL Lüneburg aus ihrer Arbeit in dem internationalen Projekt RUMORE. Das ArL Lüneburg ist Partner in diesem Interreg Europe Projekt. Ziel sind Stadt-Land Partnerschaften für die Regionale Wirtschaft. Die Entwicklung und Umsetzung konkreter Projekte soll dazu beitragen, Innovationskapazitäten aus städtischen Ballungsräumen ländlichen Regionen zugänglich zu machen.

Die informativen Vorträge eröffneten den Teilnehmern Einblicke in Entwicklungsperspektiven und Netzwerke, insbesondere für den ländlichen Raum. Die Diskussion hat gezeigt, dass es gerade auch in der Region Lüneburg für Green Economy Entwicklungspotenzial gibt.

Hintergrundinformation zum 3N Kompetenzzentrum, siehe http://3-n.info/

 
Prof. Dr. Jörg Knieling, M.A., HafenCity Universität Hamburg
 
Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer, Kompetenzzentrum 3N
 
Dominic Meinardi, M.Sc., Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
 
Ursula Weber, M.B.A., Leuphana Universität Lüneburg
 
Insa Schwob, ArL Lüneburg
 
Treffen der Wirtschaftsförderer aus der Region Lüneburg
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