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Unternehmens-Flurbereinigung Zeven ist abgeschlossen

Feierstunde mit Enthüllung des Erinnerungssteins


Zeven  
Am 25. November wurde die Unternehmensflurbereinigung Zeven, Landkreis Rotenburg (Wümme) feierlich abgeschlossen. Nachdem in diesem Jahr auch die Grundbücher berichtigt wurden, ist das Verfahren mit der Schlussfeststellung beendet.

Zur Abschlussveranstaltung kamen auf Einladung des Verbandes der Teilnehmergemeinschaften Verden unter anderen

Jutta Schiecke, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Lüneburg

Hermann Luttmann, Landrat des Landkreises Rotenburg (Wümme)

Norbert Wolf, Bürgermeister der Stadt Zeven

Johann Dietrich Klintworth als ehemaliger Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Zeven

und der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft mit ihrem Vorsitzenden Johann Eckhoff.


Zeven
Landesbeauftragte Jutta Schiecke
Landesbeauftrage Jutta Schiecke dankte in ihrem Grußwort besonders den ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern mit Johann Eckhoff an der Spitze. Sie hob die verantwortungsvolle und gute Zusammenarbeit des Vorstands mit dem zuständigen Projektleiter im ArL Lüneburg, Herrn Bernd Reinke und dessen Team in der Geschäftsstelle Verden hervor.

Unternehmensflurbereinigungen haben im ArL Lüneburg wachsende Bedeutung. Mit deutlichem Zuwachs nehmen sie ein Drittel aller Verfahren ein. Damit unterstützt das ArL Lüneburg bedeutsame Projekte der Infrastruktur in der Region.

Das Amt steht im ständigen Kontakt mit den regionalen Geschäftsbereichen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Wir sind mit unseren drei Geschäftsstellen in Bremerhaven, Lüneburg und Verden vorbereitet, die Planungsarbeiten und die Umsetzung großer Infrastrukturprojekte zu begleiten", sagte Jutta Schiecke.

Das Flurbereinigungsverfahren Zeven hat in zweierlei Sicht Akzente gesetzt. Die Verfahrenslaufzeit von gut zehn Jahren zeigt, dass eine Bodenordnung heute nicht mehr drei Jahrzehnte dauern muss.

Voraussetzung ist aber eine zielgerichtete und auf Kooperation ausgerichtete Mitarbeit aller Beteiligten. Das ArL wirkt dabei als Moderator, um die Ansprüche und Interesse der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, der beteiligten Eigentümer, der Träger öffentlicher Belange und der Allgemeinheit zu einer einvernehmlichen Lösung zu verknüpfen. Hier in Zeven haben alle in diesem Sinne ihren Beitrag geleistet.

„Ich ziehe meinen Hut, weil ich weiß, wie viele Kompromisse in einem solchen Prozess nötig sind, um das Ziel zum Wohle der Allgemeinheit zu erreichen. Und dafür hat die Teilnehmergemeinschaft meinen allergrößten Respekt" sagte Jutta Schiecke zum Schluss.

Zeven  
Zum Dank für ihre geleistete Arbeit überreichte das ArL Lüneburg den Vorstandsmitglieder eine Urkunde zur Erinnerung.

Projektsteckbrief zur Unternehmensflurbereinigung Zeven
Landkreis Rotenburg (Wümme)

1984: Erste Erwähnung der Westumgehung Zeven

2001: Parallel zu der Planung der Umgehungsstraße wurde ein Arbeitskreis „Flurbereinigung Zeven" überwiegend aus Oldendorfer Bürgern gebildet.

2004: Der Rat der Stadt Zeven hat den Beschluss für eine Kompromisstrasse mit dem geringsten Raumwiderstand, allerdings mit erheblicher Betroffenheit für die Ackernutzung gefasst, die dann auch umgesetzt wurde.

2005: Antrag der Stadt Zeven auf Einleitung des straßenrechtlichen Planfeststellungsverfahrens beim Landkreis Rotenburg (Wümme).
Antrag der Stadt Zeven auf Durchführung einer Flurbereinigung an die damalige Bezirksregierung Lüneburg, um die Beeinträchtigungen für die Landwirtschaft durch den Bau der Westumgehung zu minimieren. Ende Dezember erfolgte die Anordnung des Flurbereinigungsbeschlusses gemäß §§ 87 ff und 1 FlurbG mit sofortiger Vollziehung.

Begründung des Flurbereinigungsbeschlusses: Für die geplante Westumgehung Zeven zwischen der B 71 und L 122 werden ländliche Grundstücke in großem Umfang (ca. 32,5 ha) in Anspruch genommen. Die durch das Unternehmen entstehenden Nachteile für die allgemeine Landeskultur (Durchschneidungen, Missformen, Unterbrechungen des vorhandenen Wege-und Gewässernetzes, Umwege) sollen vermieden, minimiert bzw. behoben werden.

Die Unternehmensflurbereinigung ist erforderlich, um den durch das Unternehmen entstehenden Landverlust auf einen größeren Kreis von Eigentümern zu verteilen. Dafür standen ca. 14,1 ha als Ersatzflächen zur Verfügung. Im Verfahrensverlauf sollten die restlichen benötigten Flächen ebenfalls freihändig erworben werden.

Verfahrensgröße: 338 ha

Anzahl der Teilnehmer: 78, davon 66 private Grundstückseigentümer

2007: Der Flurbereinigungsbeschluss ist unanfechtbar geworden. Die Teilnehmerversammlung zur Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft wurde durchgeführt. Die Bodennachschätzung erfolgte durch das Finanzamt Zeven.

2008: Abstimmung der Neugestaltungsgrundsätze mit 38 Trägern öffentlicher Belange und der Oberen Flurbereinigungsbehörde.

Baubeginn der Straßenbaumaßnahme.

Genehmigung des Planes nach § 41 FlurbG (Wege- und Gewässerplan mit landschaftspflegerischem Begleitplan).

2009: Feierliche Einweihung der Westumgehung.

2010: Besitzeinweisung - Die Eigentümer erhalten ihre neuen Flächen.

Das Ausbauprogramm der Teilnehmergemeinschaft, tlw. für den Unternehmensträger, wird mit insgesamt 3 km Wegebau und der Herstellung eines Feldgehölzes als Ausgleichsmaßnahme umgesetzt.

2012: Bekanntgabe des Flurbereinigungsplanes.

2015: Der Flurbereinigungsplan ist unanfechtbar geworden. Ausführungsanordnung und Eintritt des neuen Rechtszustandes. Berichtigung des Liegenschaftskatasters.

2016: Grundbuchberichtigung

Schlussfeststellung

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