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2.112.000 Euro für die Allerinsel

Landesbeauftragte Jutta Schiecke überreichte Förderbescheid in Celle


Allerinsel

Bildrechte: Meißner, Stadt Celle

„Die Allerinsel in Celle ist eines der bedeutendsten und auch umfangreichsten Stadtumbauvorhaben in Niedersachsen", betonte Jutta Schiecke (GRÜNE). Am 4. Juli überreichte sie dafür einen weiteren Förderbescheid an Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge.

Mit diesem Förderbescheid hat die Stadt Celle Anspruch auf neue Fördermittel in Höhe von 2.112.000 Euro.

„Das gut investiertes Geld" sagte die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung. Bei der Fortschreibung des Rahmenplanes habe man alle Interessen unter einen Hut bekommen. Das Hafenfest zum Tag der Städtebauförderung im letzten Jahr habe mit über 15.000 Besuchern gezeigt, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern Ihre Allerinsel ist.

Mit den frischen Fördermitteln kann die schon vor acht Jahren begonnene Erneuerungsmaßnahme zur Entwicklung der Allerinsel zu einem neuen und attraktiven Stadtteil von Celle mit einem kräftigen Impuls fortgesetzt werden.

Ziel der städtebaulichen Planung müsse es sein, so Jutta Schiecke, die Ansprüche als Standort für Wohnen, Arbeiten und Freizeit ausgewogen abzustimmen. Die Stadt sei dabei auf gutem Wege. „Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) werde den Prozess auch weiterhin beratend begleiten."

Hintergrundinformationen:

Das Land Niedersachsen und der Bund haben seit 2009 Städtebaufördermittel von rd. 8,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nun wird die 10-Millionen Euro-Marke übertroffen.

Die Stadt Celle hat erst vor kurzem einen fortgeschriebenen städtebaulichen Rahmenplan erarbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Innenstadt gelegene Allerinsel bietet große Potenziale für eine urbane Entwicklung. Gleichzeitig ist sie wichtig für den Hochwasser- und für den Naturschutzschutz. So gibt es in den Uferzonen schützenswerte Vegetationsbestände.

Das Förderprogramm ist auf mehrere Jahre ausgelegt. Je nach Sanierungsfortschritt und Verfügbarkeit von Mitteln werden den Kommunen Jahr für Jahr weitere Zuwendungen zur schrittweisen Umsetzung der Gesamtmaßnahme zur Verfügung gestellt bis der insgesamt kalkulierte Förderbedarf erreicht ist.

Die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme in Celle ist auf einen Zeitraum von 14 Jahren bis Ende 2022 angelegt. Die nach Abzug der Einnahmen verbleibenden Ko-sten sind mit rund 17 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt hat Fördermittel in Höhe von rund 11,3 Millionen Euro angemeldet, die nun fast erreicht sind.

Mit der Städtebauförderung sollen städtebauliche Missstände beseitigt und städtebauliche Entwicklungen angestoßen werden. Die Stadt hatte schon seit langem erkannt, dass die innenstadtnah gelegene Allerinsel nicht ihren Möglichkeiten entsprechend genutzt wird.

2009 wurde das Programm „Stadtumbau West" als neues Programm der Städtebauförderung aufgelegt. Die Stadt Celle nutzte die Chance. Das rund 26,4 Hektar große Fördergebiet umfasst die gesamte Allerinsel und im Südwesten einen Streifen des gegenüberliegenden Ufers bis zur Speicherstraße. Das Sanierungskonzept sieht u.a. die Entwicklung und Nachnutzung brachliegender Industrie- und Gewerbeflächen, die Stärkung der Wohnfunktion im innenstadtnahen Bereich und die Gestaltung öffentlicher Freiräume vor. Dazu gehört auch die Reaktivierung des Celler Hafens.

Städtebauliche Erneuerungsvorhaben werden im öffentlichen Interesse durchgeführt und aus Mitteln des Bundes und des Landes mit zwei Dritteln der zuwendungsfähigen Kosten unterstützt. Bund und Land tragen die Förderung je zur Hälfte. Das letzte Drittel zuwendungsfähiger Kosten muss die Gemeinde aus Eigenmitteln aufbringen. Die Förderung ist kraft Gesetzes beschränkt auf investive und investitionsvorbereitende Maßnahmen.

In den elf Landkreisen des Amtsbezirks des ArL Lüneburg gibt es aktuell 60 städtebauliche Erneuerungsvorhaben.

Im Programmjahr 2017 stellen Bund und Land gemeinsam für Niedersachsen neue Städtebaufördermittel in Höhe von 112,08 Millionen Euro zur Verfügung; im Jahr 2016 waren es 89,3 Millionen Euro.

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