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54,9 Millionen Euro für die Gemeinde Amt Neuhaus: Wie gezielte Förderung eine Region nachhaltig verändert

Neuhaus. Mit der offiziellen Eröffnung des NES – NaturErlebnisSchulhofs an der Grund- und Oberschule in Neuhaus wird ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Gemeinde Amt Neuhaus gesetzt. Das Projekt steht exemplarisch für eine Förderpolitik, die seit über 30 Jahren sichtbare und dauerhafte Ergebnisse erzielt: Seit 1994 hat das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg rund 54,9 Millionen Euro Fördermittel in die Region gelenkt und damit die Lebensqualität, die Infrastruktur und die Naturschutzflächen der Gemeinde grundlegend gestärkt. Die Mittel kommen von EU, Land und Bund, die Förderprogramme sind Programme des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

„Über drei Jahrzehnte haben wir gemeinsam mit der Gemeinde in Menschen, Natur und Infrastruktur investiert. Die Ergebnisse sind heute für jeden sichtbar. Der neue NaturErlebnisSchulhof steht sinnbildlich für diesen Ansatz: Nachhaltig, gemeinschaftsorientiert und mit echtem Mehrwehrt für die Region“, sagt Landesbeauftragte und Leiterin des Amtes, Karin Beckmann.


Flurbereinigung: Wirtschaftswege, Naturschutz und blühende Alleen

Im Bereich der Flurbereinigung wurden neun Verfahren auf einer Gesamtfläche von rund 23.800 Hektar erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden nicht nur landwirtschaftliche Flächen neu geordnet, sondern auch 180 Kilometer Wirtschaftswege saniert, neu- und ausgebaut. Mit insgesamt 34,7 Millionen Euro Fördermitteln ist dies der größte Einzelbereich der Fördermaßnahmen.

Beispielhaft hervorgehoben sind die Ergebnisse im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“: Durch Zusammenlegung und gezielte Ausweisung von Flächen für Naturschutzzwecke wuchs die geschützte Fläche von 250 auf 1.500 Hektar. Mit dem Projekt „Alte Obstbaumalleen – Früchte der Elbtalaue“ konnte ebenfalls ein naturschutzfachliches Ziel unterstützt und umgesetzt werden: Auf 60 Kilometern Länge wurden mehr als 8.000 Obstbäume gepflanzt oder erhalten sowie 12 Lehrpfade eingerichtet.

Dorferneuerung: Lebensqualität in neun Ortschaften gesteigert

Zwischen 1994 und 2014 wurden im Rahmen der Dorferneuerung Projekte in den Orten Dellien, Haar, Kaarßen, Neuhaus, Stapel, Stiepelse, Sückau, Sumte und Tripkau realisiert. Die Förderung von rund 19,6 Millionen Euro aus nationalen öffentlichen Mitteln sowie EU-Förderprogrammen, ermöglichte Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 43,2 Millionen Euro.

Gefördert wurden sowohl öffentliche als auch private Projekte: Dorfgemeinschaftshäuser und Mehrzweckhallen wurden saniert, Straßen und Beleuchtungen erneuert, Buswartehäuschen modernisiert sowie Außenanlagen und Verkehrswege neugestaltet. Ziel war es, historische Gebäude zu erhalten, die lokale Infrastruktur zu verbessern und die Attraktivität der Dörfer für ihre Bewohnerinnen und Bewohner langfristig zu sichern.

LEADER-Förderung: Tourismus, Mobilität und Bildung im Fokus

Als Teil der LEADER-Region Elbtalaue profitiert die Gemeinde Amt Neuhaus seit 2007 von europäischen Fördermitteln für ländliche Entwicklung. Rund 600.000 Euro hat das ArL Lüneburg im Rahmen des LEADER-Programms bewilligt und ausgezahlt.

Die geförderten Projekte reichen von der Verbesserung der touristischen Infrastruktur, darunter PKW-Stellplätze, Rastplätze und ein Netz aus zehn Rundwanderwegen, bis hin zur Aufwertung des Hauses des Gastes mit E-Bike-Ladestation, Gepäckschließfächern und Sitzmöglichkeiten. Das aktuell fertiggestellte Projekt, der NaturErlebnisSchulhof, soll Kindern und Jugendlichen unmittelbaren Zugang zur natürlichen Umgebung der Elbtalaue ermöglichen. Weitere LEADER-geförderte Projekte befinden sich derzeit in der Umsetzung. Die Gemeinde setzt sich aktiv dafür ein, dass das Programm auch künftig Vorhaben in Amt Neuhaus fördern kann.

Feierliche Eröffnung des NES – NaturErlebnisSchulhofs

Wann: Samstag, 06.06.2026

von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Wo: Kirchstraße 35, 19273 Neuhaus

Alle sind herzlich eingeladen! Es gibt Führungen, Vereine und Feuerwehr präsentieren sich vor Ort und auch das ArL Lüneburg ist mit einem Info-Stand vertreten.

Über das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg

Von der Küste bis in die Heide, vom Wendland bis zur Weser: Das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg kümmert sich gemeinsam mit Kommunen und anderen Aktiven in der Region um die langfristige Lebens- und Standortqualität in den 11 Landkreisen zwischen Hamburg, Bremen und Hannover. Es ist zentraler Ansprechpartner vor Ort, wenn es um öffentliche Fördermittel geht und sorgt dafür, dass das Geld aus Brüssel, Berlin oder Hannover da ankommt, wo es die Entwicklung der Region dauerhaft stärken kann. Von Raum- und Flurneuordnungsverfahren, über Tourismus und Wirtschaftsförderung, bis hin zu Städtebau und politischer Bildung: Jährlich werden eine Vielzahl von Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Landesregierung organisiert, und durchschnittlich 40 Millionen Euro Fördergelder in der EU-Strukturförderung für die ländlichen Räume bewilligt.

  Bildrechte: ArL Lüneburg / Westermann

Artikel-Informationen

erstellt am:
04.06.2026
zuletzt aktualisiert am:
05.06.2026

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