Niedersachen klar Logo

Bleckede erhält Förderungen für das Hafenprojekt

Landesbeauftragte Monika Scherf überreichte Förderbescheide an Bürgermeister Jens Böther


 
Landesbeauftragte Monika Scherf mit Bürgermeister Jens Böther, Dezernatsteilleiter Torben Braun (re.) und Dennis Rohde (li) vom ArL Lüneburg

Am 20. Februar kam Landesbeauftragte Monika Scherf zum Fähranleger im Bleckeder Hafen. Sie überreichte dort Jens Böther, Bürgermeister der Stadt Bleckede, zwei Förderbescheide für das Projekt „Touristische Inwertsetzung des Bleckeder Hafens“.

Monikas Scherf hob dabei die zunehmende Bedeutung des Hafens für den ländlichen Tourismus in der Region hervor. Sie sei davon überzeugt, dass die Umsetzung die Attraktivität des Hafens und seine Nutzung erheblich steigern würde.

Die Förderung erfolgt aus dem Programm zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) in der Maßnahme Ländlicher Tourismus mit bis zu 200.000 Euro der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Metropolregion Hamburg fördert 50 % der anderweitig nicht gedeckten zuwendungsfähigen Gesamtausgaben bis zu 149.842,61 Euro.

Der Bleckeder Hafen ist ein Ort mit langer Tradition. Dabei hat sich die Nutzung in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Ursprünglich als Umschlags- und Verladehafen für Güter aller Art ausgebaut ist er heute Heimathafen für einige Binnenschiffer und offizieller Liegehafen an der Bundeswasserstraße. Seit der Wiedervereinigung verbindet eine Elbfähre den rechts- und den linkselbischen Teil des Landkreises Lüneburg und damit auch die Stadt Bleckede mit dem rechtselbischen Ortsteil Bleckede-Wendischthun. Heute dominiert die Freizeitnutzung für Touristen und Einheimische den Hafen, ohne dass dieser – insbesondere landseitig - der heutigen Funktion entsprechend ausgebaut wurde.

 

Das Projekt baut auf das Gesamtkonzept „Kurs Elbe – Hamburg bis Wittenberge“ auf. Dem Gesamtkonzept für die Inwertsetzung des Hafens für den Tourismus liegt die Strategie des Leitprojektes der Metropolregion Hamburg „Kurs Elbe – Hamburg bis Wittenberge“ zu Grunde. Daraus und aus LEADER entstandene Konzepte stellen die Entwicklung des Bleckeder Hafens durch Erschließung der hier möglichen Potentiale heraus.

Gefördert wird nun der erste Förderantrag für die Teilprojekte „Hafenplatz und Stufenanlage“ sowie „Ponton Johann“. Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten sind mit 559.514,80 Euro berechnet. Der Eigenanteil der Stadt Bleckede beträgt 209.672,19 Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Förderfonds ELER und aus dem Förderfonds Hamburg/Niedersachsen der Metropolregion Hamburg. Der Landkreis Lüneburg hat bereits eine Förderung der Buswendeschleife aus dem Strukturentwicklungsfonds bewilligt.

Mit den verschiedenen Projektmaßnahmen sollen die Defizite abgebaut und die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert werden. So fehlen beispielsweise Aufenthaltsmöglichkeiten direkt am Wasser, Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge (u.a. Reisemobile). Eine Beleuchtung ist nicht oder nur stellenweise vorhanden. Die Aufenthaltsqualität und die vorhandene Infrastruktur entsprechen derzeit nicht den heutigen Anforderungen.

Fünf Teilprojekte bilden das Gesamtvorhaben:

1. Hafenplatz und Stufenanlage: Herrichtung eines gestuften, wassernahen Aufenthaltsbereiches mit Blick auf die Elbe, ausgestattet mit Sitz- und Gastronomiemöglichkeiten.
2. Ponton „Johann“: Schaffung eines attraktiven Aufenthaltsbereiches auf dem Ponton Johann (Anleger für den historischen Raddampfer „Kaiser-Wilhelm“) durch Aufbringung einer Holzdielenlage und Aufbau von Sitzmöglichkeiten.
3. Reisemobilstellplatz: Schaffung von Abstellmöglichkeiten für Reisemobile durch Befestigung und Anbindung an die Landesstraße.
4. Promenadenweg: Attraktive Gestaltung des Promenadenweges durch zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsbereiche und Errichtung einer Beleuchtung.
5. Buswendeschleife: Befestigung der Buswendeschleife, Errichtung eines wetterfesten Unterstandes.

Das erste Teilprojekt muss bis Februar 2020 abgeschlossen und abgerechnet sein.

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln