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Das ArL Lüneburg berichtet von der Grünen Woche 2017 in Berlin

Zu Gast das Gesundheitszentrum Ottersberg


Gesundheitszentrum Ottersberg testet Gesundheit der Besucher auf der Grünen Woche in Berlin

„Das ist ja ein Freibrief für die Sünde", freute sich ein Messebesucher, nachdem ihm Dr. Bernd Menke einen guten Blutdruck bescheinigt hatte. Dr. Menke gehört zum Team des Gesundheitszentrums Ottersberg (GZO). Am 5. Messetag der Internationalen Grünen Woche Berlin 2017 präsentierten sie das Gesundheitszentrum. Das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg hatte die Einrichtung als gelungenes Beispiel der Landentwicklung eingeladen. Auf dem Gemeinschaftsstand des Landes in der Niedersachsenhalle dreht sich in diesem Jahr alles um das Thema Dorf-Leben-Schätze - Landerlebnis Niedersachsen.

„Gemeinsam und miteinander für die Region, das ist unsere Stärke", betonte Lüneburgs Landesbeauftragte Jutta Schiecke. „Das Gesundheitszentrum ist dafür ein gelungenes Beispiel." Damit verfolgen wir das Ziel der neuen regionalisierten Strukturpolitik der niedersächsischen Landesregierung, in allen Regionen des Landes gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Durch landeseigene- wie EU-Förderprogramme werden Projekte gefördert, die die jeweiligen Regionen unterstützen, die identifizierten Schwächen zu beheben.

„Wir sind stolz, dabei zu sein", freute sich die Heilpraktikerin und Miteigentümerin des GZO Karin Inama. „Für uns ist es eine tolle Herausforderung, unser Zentrum und unsere Leistungen einem so breiten Publikum zu zeigen." Die Präsentation in der Öffentlichkeit sei keine Selbstverständlichkeit. Finden doch die Behandlungen überwiegend hinter verschlossenen Türen statt.

Neben einem kostenlosen Blutdruck-Check war die Massage von Anja Schneider stark begehrt. Birgit Bleek-Liebgau führte die Besucher in das Thema Kinesiologie nach dem L-E-B Konzept ein. L-E-B bedeutet Lotus-Energie-Balance. Dass der Muskeltest zum wundervollen Instrument zur Verbesserung der eigenen Intuition wird, trug sie überzeugend auch auf der Hallenbühne vor.

Horst Hofmann, Bürgermeister des Flecken Ottersberg teilte den Stolz von Karin Inama. „Das Gesundheitszentrum ist eine über Jahre gewachsene Idee. Wir wollten schauen, wie es auf der Grünen Woche ankommt." Viele Messebesucher kämen aus dem ländlichen Umfeld von Berlin. „Sie kennen unsere Herausforderungen, wenn es um die medizinische Versorgung auf dem Lande geht." Mit dem Gesundheitszentrum habe man ein Angebot geschaffen, das Seinesgleichen sucht. „Das haben wir aus vielen Gesprächen herausgehört", freute sich Bürgermeister Hofmann. „Die Anerkennung, dass wir das Projekt so hinbekommen, haben ist groß."

Das GZO ist seit Mai 2014 im Betrieb. Es wird von Ärzten, Heilpraktikern und Therapeuten geführt. Der Eröffnung ging ein längerer Dialog zwischen den Gesundheitsanbietern und der Gemeinde voraus. Auch diesen Planungsprozess zeigten die Akteure auf dem Messestand. Der Gemeinschaftsstand des Landes in der Halle 21 präsentiert zahlreiche Projekte der Landentwicklung. So war es selbstverständlich, dass auch die Umsetzung erläutert wurde.

Für Jutta Schiecke ist das GZO eines der Leuchtturmprojekte, mit denen das Leben in ländlichen Regionen mit Förderung aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes sichergestellt wird. Das GZO wurde mit 270.000 Euro aus Mitteln der EU und des Landes unterstützt. Die Gemeinde leistete einen Anteil von 75.000 Euro als sogenannte Kofinanzierung.

Der Erfolg des GZO wird mit einem 2. Bauabschnitt fortgesetzt. Vor den Sommerferien soll der Anbau eingeweiht werden, der das Angebot unter anderem um einen Fitnessbereich und um eine Physiotherapie ergänzen wird. Neu dazukommen werden Informationsabende. Ab März 2017 gibt es an jedem 2. Donnerstag im Monat von 19.30 bis 21 Uhr Vorträge im GZO. Die Teilnahme ist kostenlos.

Neben dem GZO werden aus der Region Lüneburg noch das Dorfladennetzwerk Otersen, die Dorfentwicklung Oerel und die Neue Landschaft Worpswede vertreten sein. Die vier niedersächsischen Ämter für regionale Landesentwicklung präsentieren 14 Projekte, die für die Vielfalt der Förderung und die Kreativität der Landentwicklung in Niedersachsen stehen. Auf dem Gemeinschaftsstand sind sie stellvertretend für viele gute Beispiele im ganzen Land vertreten. Eindrucksvoll zeigen sie wie im Miteinander von Bürgerengagement und staatlicher Unterstützung das Leben auf dem Lande gelingen kann.


Artikel-Informationen

25.01.2017

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