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Elektroautos verändern auch Berufsbilder

Studie im Amt für regionale Landesentwicklung vorgestellt


Haben sich mit den Auswirkungen der Elektromobilität beschäftigt: Dr. Alexander Stark vom Landkreis Harburg, Frank Fasold vom TZEW in Stade und Lienhard Varoga vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg  
Haben sich mit den Auswirkungen der Elektromobilität beschäftigt: Dr. Alexander Stark vom Landkreis Harburg, Frank Fasold vom TZEW in Stade und Lienhard Varoga vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg

Die Auswirkungen sind größer als gedacht: Wenn zukünftig mehr Elektroautos auf den Straßen rollen, dann bedeutet das für viele kleine und mittelständische KFZ-Unternehmen in der Region einen regelrechten Strukturwandel. Auch Zulieferer von Autoteilen sowie Entsorgungsbetriebe und Feuerwehren müssen sich auf Veränderungen einstellen. Das ist ein Ergebnis einer Studie, die jetzt im Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Lüneburg vorgestellt wurde. Gemeinsam mit den elf Landkreisen in der Region hatte das ArL die Studie beim Transfer-Zentrum-Elbe-Weser (TZEW) vor zwei Jahren in Auftrag gegeben – finanziert mit Mitteln des niedersächsischen Regionalministeriums und finanziell unterstützt von den Landkreisen.

„Viele Unternehmen wissen, dass es diesen Wandel geben wird, sind aber verunsichert, wie sie damit umgehen sollen und wo sie Unterstützung finden“, berichtet Frank Fasold vom TZEW in Stade. Er und seine Mitarbeiter haben in den vergangenen 14 Monaten nicht nur Studien ausgewertet, sondern auch wissenschaftlich fundierte Interviews mit betroffenen Unternehmen geführt. Ein Ergebnis: Es werden sich neue Berufe herausbilden. „Wir brauchen in Zukunft nicht mehr nur Fahrzeugmechatroniker, sondern zusätzlich Fahrzeugentwickler, die sich mit der Elektromobilität auskennen.“

Eine Chance für neue Mobilitätskonzepte

Studien haben ergeben, dass der Anteil an Elektroautos im Jahr 2035 rund 60 Prozent betragen könnte. „Unsere Mobilität verändert sich. Wenn wir an die Infrastruktur über Ladesäulen bishin zu Stellplätzen denken, ist das für den ländlichen Raum eine große Herausforderung, aber sicherlich auch eine Chance, neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln“, sagte die Landesbeauftragte Monika Scherf in ihrem Grußwort.

Das Amt für regionale Landesentwicklung hat bereits in verschiedenen LEADER-Regionen erste E-Mobilitätsprojekte gefördert. Darunter sind neben elektrischen Lastenrädern für Kommunen oder E-Motoren für Boote auch ein Car-Sharing-Modell mit E-Autos.

Artikel-Informationen

06.02.2020

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