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Kleine Kommunen im Fokus: Neue Wohnmodelle im ländlichen Raum

Regionale Veranstaltung im Neuen Kurhaus in Bad Bevensen


Die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Lüneburg, Jutta Schiecke, hatte gemeinsam mit dem Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter für den 10. November zu einer Veranstaltung mit dem Thema `Neue Wohnmodelle im ländlichen Raum` ins Neue Kurhaus Bad Bevensen eingeladen.

Auf der Tagung gab es Informationen und Beispiele dazu, wie das Land gezielt kleinen Gemeinden bei der Entwicklung solcher Wohnalternativen hilft, um sich so den Anforderungen des demografischen Wandels zu stellen.

„Wir alle wünschen uns, in unserem vertrauten Umfeld alt werden zu können", sagte Jutta Schiecke. „Neue Wohnmodelle bieten kleinen Gemeinden eine Perspektive, um das auch bei einem hohen Pflege- und Betreuungsbedarf zu ermöglichen".

An der Veranstaltung haben über hundert Vertreterinnen und Vertreter niedersächsischer Kommunen teilgenommen, um sich darüber auszutauschen, wie passende Wohn -Pflege- und Nachbarschaftsmodelle geplant und umgesetzt werden können.

Referentinnen und Referenten aus dem Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, vom FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. und des Amts für regionale Landesentwicklung (ArL) erläuterten die Möglichkeiten zur Beratung und finanziellen Förderung. Dazu gehören neben dem niedersächsischen Modellprogramm „Wohnen und Pflege im Alter", die Strukturförderung des ländlichen Raumes, zum Beispiel im Rahmen von Dorfentwicklungsvorhaben sowie die finanzielle Unterstützung aus der Maßnahme „Soziale Innovation".

Für Jutta Schiecke hatte die Veranstaltung einen hohen Stellenwert, denn in ihrem Amtsbezirk leben die meisten Menschen auf dem Land und der demographische Wandel stelle gerade den ländlichen Raum vor große Herausforderungen.

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Wohnen und Leben auf dem Dorf bis ins hohe Alter attraktiv zu gestalten. Dafür brauchen wir den engen Schulterschluss der Dorfgemeinschaft mit Unterstützung der Gemeinde, des Landkreises und des Landes."

Das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen ist ein gemeinnütziger Verein, der vor knapp 25 Jahren gegründet wurde. Dr. Josef Bura, Erster Vorsitzender der Bundesvereinigung erläuterte: „Wir befassen uns wie viele andere Einrichtungen und Akteure mit dem Thema Wohnen. Das FORUM ist die bundesweite Agentur der sozialen Dimension des Wohnens, einer Dimension, der im demographischen Wandel eine wachsende Bedeutung zukommt." Das FORUM hat seine Geschäftsstelle in Hannover und ist bundesweit Zentrum eines Netzwerks von regionalen Kooperationspartnern.

Zuständiges Ministerium für das Thema Wohnen ist das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Der Leiter der Abteilung Soziales Pflege, Arbeitsschutz Dirk Schröder erläuterte die Ziele des Landes: „Das Land Niedersachsen hat ein besonderes Interesse daran, für das Leben im Alter Rahmenbedingungen zu schaffen, die es älteren Menschen - gerade und besonders auch beim Eintritt von Pflegebedürftigkeit - ermöglichen, so lange wie möglich in ihrer häuslichen Umgebung zu verbleiben."

Zur Unterstützung bietet das Land verschiedene Förderprogramme an, seit 2015 mit dem neuen Förderprogramm „Wohnen und Pflege im Alter", seit dem 1. Juli 2016 mit dem Förderprogramm zur Stärkung der ambulanten Pflege im ländlichen Raum und seit dem 01.07.2016 mit der in Kraft getretenen Anpassung des Niedersächsischen Heimgesetzes - das Niedersächsische Gesetz über unterstützende Wohnformen.

Interessenten können sich gerne an das ArL Lüneburg wenden.

Ihre Ansprechpartnerin ist
Birgit Gutt; Telefon 04131 15-1329; Email: birigt.gutt@arl-lg.niedersachsen.de.

Artikel-Informationen

14.11.2016

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