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Landesbeauftragte Jutta Schiecke informiert über Finanzierungshilfen

Landesregierung unterstützt finanzschwache Kommunen


Lüneburg. Landesbeauftragte Jutta Schiecke ruft die Kommunen im Amtsbezirk Lüneburg auf, das Unterstützungsprogramm des Landes zu nutzen.

„Das Land Niedersachsen hilft wieder finanzschwachen Kommunen bei der Kofinanzierung von EU-Förderprojekten. Bis zu acht Millionen Euro stehen bereit", so die Landesbeauftragte. „Anträge können jetzt gestellt werden. Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg berät und unterstützt die Kommunen bei der Antragstellung." Damit sollen Projekte und Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, die positive Impulse für eine nachhaltige Entwicklung in der Region geben.

Seit 2015 unterstützt die Landesregierung bestimmte Kommunen mit sogenannten Kofinanzierungszuweisungen. Die Kommunen müssen sich in einer außergewöhnlichen Lage nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Finanzausgleich befinden. Zusätzlich förderfähig sind zukunftsweisende Projekte in den Bereichen Tourismus, Natur und Umwelt, Arbeit und Ausbildung, Forschung, integrierte ländliche Entwicklung oder auch zur Verbesserung von Infrastruktur und schneller Internetanbindung, die mit Hilfe von EU-Mitteln umgesetzt werden sollen.

Anträge auf Zuweisungen können bis zum 20. 10. 2017 schriftlich beim ArL Lüneburg eingereicht werden.

Die Förderung aus EU-Mitteln setzt grundsätzlich einen finanziellen Eigenanteil des Zuwendungsempfängers voraus. Viele Kommunen konnten in der Vergangenheit den Eigenanteil wegen ihrer schwachen Finanzlage nicht aufbringen. Deshalb entschieden sie sich oftmals gegen eine Projektrealisierung.

Mit der Kofinanzierungshilfe des Landes erhalten diese Städte und Gemeinden eine Möglichkeit, die eigenständig aufzubringenden Finanzierungsanteile spürbar zu reduzieren und so von der EU-Förderung zu profitieren.

In der letzten Antragsrunde 2016 wurden Kofinanzierungshilfen in Höhe von insgesamt 6,4 Millionen Euro bewilligt. Davon konnte im Zuständigkeitsbereich des ArL Lüneburg z.B. die Gemeinde Worpswede profitieren. Sie erhielt rund 13.500 Euro für den Ortsentwicklungsprozess in den Bereichen Kunst, Kultur, Tourismus und Gewerbe. Die Samtgemeinde Rosche wurde beim ländlichen Wegebau unterstützt. Rd. 206.000 Euro Kofinanzierungshilfe erhielten die Landkreise Cuxhaven, Uelzen und Lüneburg für die Wissenstransfer und Technologieberatung. Bis zu 1 ,4 Millionen Euro für die Förderung des Breitbandausbaus in Gemeinden kann der Landkreis Cuxhaven erwarten.

Die Kofinanzierungszuweisungen haben insbesondere für ländlich strukturierte Samtgemeinden eine existenzielle Bedeutung: „Ohne die Möglichkeit der Kofinanzierungszuweisungen würde unsere finanzschwache, ländlich strukturierte Samtgemeinde die für Landwirtschaft und Radtourismus dringend notwendigen Wegesanierungen bzw. die Modernisierung der Kläranlage nicht stemmen können"bestätigt Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann (SG Rosche).

Fachansprechpartner für diese Pressemitteilung ist:

Erhard Bergmann
Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg
Tel.: +49 (0) 4131 15-1351
E-Mail: erhard.bergmann@arl-lg.niedersachsen.de
www.arl-lg.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

01.09.2017

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