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Landesbeauftragte Jutta Schiecke überreicht Förderbescheide

Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide erhält Zuwendungen aus der richtlinie Landschaftswerte


VNP

„Mit Ihrer Arbeit bewahren Sie ein einmaliges Kulturgut"

„Sie leisten im Naturpark eine tolle Arbeit und Sie haben die Förderung wirklich verdient!" Sagte Jutta Schiecke anlässlich der Übergabe von zwei Förderbescheiden an den Geschäftsführer der VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide Mathias Zimmermann. Die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung war am 2. Juni nach Niederhaverbeck gekommen um die Bescheide persönlich zu überreichen.

Die VNP-Stiftung erhält die Förderung für die Projekte Entwicklung und Bau einer Mehrzweckmaschine für die Offenlandpflege und Gabionengitter-Zäune als Verbiss-Schutz von jungen Alleebäumen.

„Die Projekte gehören zu den vielen Bausteinen, mit denen der Naturpark seit über 100 Jahren erhalten und weiter entwickelt wird", betonte Jutta Schiecke. Besonders an der Entwicklung und an dem Bau der Mehrzweckmaschine werde deutlich, dass die Pflege und Unterhaltung dieser einmaligen Kulturlandschaft nie enden werde. „Dabei kann ich nur zu gut verstehen, dass Sie auch wirtschaftlich denken und kostensparende Methoden einsetzen müssen."

Bei der Mehrzweckmaschine für die Offenlandpflege handelt es sich um die Entwicklung und den Bau einer Anbaumaschine für einen Schlepper. In Kombination mit einem Forstmulcher wird sie gleichzeitig in der Lage sein, Gehölze aus der Heide zu entnehmen und Schopperarbeiten*) durchzuführen. Zusätzlich wird sie vorkonzentriertes Entkusselungsmaterial*) soweit zerkleinern und aufnehmen, dass es auf Ackerflächen ausgebracht werden kann. Sie soll dabei im Gegensatz zu früheren Maschinen unempfindlich gegenüber versteckt liegenden Findlingen und Stubben sein.

Bei dem zweiten Projekt wird ein sicherer Verbissschutz gefördert. Junge Alleebäume im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide werden durch Gabionengitter-Zäune vor Verbiss durch Rotwild aber auch Ziegen geschützt, wo ein normaler Verbissschutz nicht ausreicht.

Die Förderung beider Projekte erfolgt aus der Richtlinie Landschaftswerte mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus Landesmitteln.

Die Gesamtkosten der Mehrzweckmaschine betragen rund 215.600 Euro, die Fördersumme 140.140 Euro. Zusätzlich geben die Bingo-Umweltstiftung und der Landkreis Harburg je 25.000 Euro. Für die Gabionengitter-Zäune entstehen Kosten in Höhe von 17.300 Euro die mit 11.245 Euro bezuschusst werden.

Die Richtlinie Landschaftswerte hat für Jutta Schiecke eine hohe Bedeutung. „Über die Richtlinie fördert das Land Niedersachsen Projekte, die einen nachhaltigen Beitrag zur Bewahrung, zum Schutz und zur Förderung des Natur- und Kulturerbes leisten." Zugleich müssen diese zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und zur Verbesserung der Einkommens- und Beschäftigungsverhältnisse beitragen. Eine Förderung ist in Nationalparken, Biosphärenreservaten, Naturparken möglich.

„Im Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg prüfen wir die regional fachliche Bedeutung und bewerten das Projekt", erläutert die Landesbeauftragte. Danach erfolgen die Antragstellung und -prüfung durch die NBank und das Umweltministerium.

Die Richtlinie Landschaftswerte ist mit 7,2 Mio. Euro EFRE-Mittel für die Übergangsregion Lüneburg ausgestattet. Maximal werden bis zu 65 % der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert, der Mindestfördersatz liegt bei 25 %. In 2016 wurden im Amtsbezirk Lüneburg 25 Anträge mit einem Fördervolumen von 1.484.591,58 Euro bewilligt.

Fachansprechpartnerin für diese Pressemitteilung ist:

Daniela Steinhoff
Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg
Auf der Hude 2, 21339 Lüneburg
Tel.: +49 4131 15-1380
www.arl-lg.niedersachsen.de

Hintergrundinformation

*) Beim Schoppern wir die gesamte Vegetationsschicht und der größte Teil der Rohhumusauflage abgetragen. Heidepflanzen auf geschopperten Flächen treiben oft direkt aus dem im Boden verbliebenen Wurzelstock aus und kommen noch im ersten Jahr nach der Bearbeitung wieder zur Blüte. Entkusseln ist eine Form der Offenhaltung von Heiden, Mager- und Trockenrasen. Dabei wird der aufkommende Gehölzaufwuchs, meist aus Pionierbaumarten wie Kiefer, Weide oder Birke, entfernt.

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