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Landesbeauftragte Jutta Schiecke überreichte Förderbescheid an Bürgermeister Torsten Rödenbeck

Der Umbau am Gasthaus Flindt im Rahmen der Dorferneuerung Barum, Landkreis Lüneburg, geht weiter


Barum  
Landesbeauftragte Jutta Schiecke mit MdL Andrea Schröder-Ehlers und Bürgermeister Torsten Rödenbeck

Die gute Nachricht hörte Bürgermeister Torsten Rödenbeck gern. Die Gemeinde Barum erhält nun auch die Förderung für den Umbau des Saals neben dem ehemaligen Gasthaus Flindt in der Dorfstraße.

Jutta Schiecke kam persönlich nach Barum und überbrachte den Bescheid. „500.000 Euro Förderung sind viel Geld", betonte die Landesbeauftragte für die Region Lüneburg. „Aber Sie investieren auch in ein wichtiges Projekt. Da ist es eine gute Investition." Mit dem Umbau des Saals werde eine wichtige Begegnungsstätte im Ort erhalten. Die Maßnahme komme allen Bürgerinnen und Bürgern zugute. Sie führe auch zu einer Sicherung der Lebensqualität im Ort.

„Für uns als Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg gilt, gemeinsam und miteinander für die Region", betonte Jutta Schiecke. „Wir verfolgen damit das Ziel der neuen regionalisierten Strukturpolitik der niedersächsischen Landesregierung, in allen Regionen des Landes gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen." Die Förderung des Landes aus Mitteln der Europäischen Union leiste hierzu einen wichtigen Beitrag.

Die letzte in der Gemeinde Barum verbliebene Gaststätte hatte Ende des Jahres 2016 geschlossen. Das bedeutet für das gemeinschaftliche Leben im Dorf eine erhebliche Einschränkung. Gaststätten sind regelmäßig wesentliche Einrichtungen für das Vereins- und Freizeitleben, sei es für kleinere Versammlungen oder aber ungezwungene und spontane Treffen.

Die Gemeinde hat den Förderantrag gestellt um dem Verlust dieser Begegnungsstätte entgegen zu wirken. Dazu hat sie zunächst das Grundstück, auf dem sich Gaststätte und Saal befinden, gekauft. Bereits 2016 wurde ein Antrag zur Sanierung der ehemaligen Gaststätte Flindt zur gastronomischen Nachnutzung mit Fördermitteln in Höhe 844.343,- € bewilligt.

Der zweite Teil des Nachnutzungskonzepts der Gemeinde befasst sich mit dem Saal neben der Gaststätte. Dieser war vor der Schließung ein wichtiger Ort für gemeinschaftliche Veranstaltungen wie Hauptversammlungen der Vereine und größere private Feiern auch aus dem regionalen Umfeld.

Die Gemeinde hat beantragt, den Saal in dieser Funktion und darüber hinaus als dörfliche Gemeinschaftsanlage zu erhalten. Das Vorhaben entspricht einem Förderziel der Dorfentwicklung. In der Richtlinie heißt es: `Gefördert werden Schaffung, Erhaltung und Ausbau dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen, die geeignet sind, als Begegnungsstätte für die ländliche Bevölkerung, das dörfliche Gemeinwesen, die soziale und kulturelle Infrastruktur einschließlich Kunst und Bildung zu erhalten.´

„Das beschreibt genau den Zweck, den Sie verfolgen", unterstrich Jutta Schiecke. „Und sie gehen noch einen Schritt weiter: Es erfolgt auch eine energetischer Sanierung. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz."

Der Umbau des Saals und der Gaststätte erfolgen im Rahmen der Verbunddorferneuerung Barum / Oldershausen mit den Dörfern Barum, Horburg, St. Dionys (Landkreis Lüneburg) und Oldershausen (Landkreis Harburg). Eine Besonderheit des Verfahrens stellt die Kooperation der Dörfer über Landkreisgrenzen hinweg dar. Bei Aufnahme ins Programm in 2007 war diese Verfahrensweise noch eher ungewöhnlich.

Bei öffentlichen und privaten Antragstellern besteht ein hohes Interesse und Engagement sowie ein großer Bedarf an Projektumsetzungen. Die Laufzeit der Dorferneuerung wurde daher über das ursprüngliche Ende 2013 bis zum 31.12.2018 verlängert.

In der Förderperiode 2007 - 2013 wurden insgesamt rund 1.340.000,- € Fördermittel für öffentliche und private Projekte ausgezahlt. In der neuen Förderperiode wurden für private Vorhaben bewilligt 35.689,- €. Für drei öffentliche Maßnahmen wurden bei förderfähigen Ausgaben in Höhe von fast zwei Millionen Euro 1.291.514 Euro Zuwendungen bewilligt.

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