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Landesbeauftragte Jutta Schiecke zieht positive Bilanz

ArL Lüneburg mit großem Leistungsspektrum


Jutta Schiecke
Landesbeauftragte Jutta Schiecke (re.) mit den Dezernatsleiterinnen und Dezernatsleitern des ArL Lüneburg

„Ein breites Leistungsspektrum, beeindruckende Förderzahlen und ein motiviertes Team - so stellt sich das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg dar. Darauf können wir stolz sein und unseren Blick in die Zukunft richten", resümiert Landesbeauftragte Jutta Schiecke.

Unter dem Dach des ArL Lüneburg wurde mit seiner Gründung 2014 eine Palette von Kompetenzen vereint. Ziel war und ist es, fachübergreifend die Entwicklung der Region Lüneburg voranzubringen und Prozesse zu bündeln. Jetzt legt Jutta Schiecke den Tätigkeitsbericht vor und zieht eine positive Bilanz der ersten drei Jahre.

Breites Tätigkeitsspektrum des Amtes

Im Tätigkeitsbericht schreibt die Landesbeauftragte: „Von Breitband über Raumordnung, Dorfentwicklung und Städtebauförderung bis hin zur Flurbereinigung und zum Tourismus kümmern wir uns um wichtige regionale Aufgaben. Akteure werden beraten und bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützt."

Bedeutende Vorhaben in der Region Lüneburg werden begleitet, so die Gemeinschaftsinitiative Smart Region, Leitprojekte in der Metropolregion Hamburg oder die Dorfregion Lüchow im Wendland bei ihrem Ziel, der Aufnahme in das UNESCO-Welterbe. Weitere Beispiele seien die Zusammenarbeit von Flurbereinigung und Domänenverwaltung, etwa beim Ankauf von Flächen für die Wiedervernässung von Mooren oder die Begleitung von Verkehrsinfrastrukturprojekten, sowohl durch unsere Raumordnung, als auch durch die Flurbereinigung. International sind wir Partner im Interreg-Projekt RUMORE.

Im Amtsbezirk Lüneburg sind wir für die Kommunen in der Regionalpolitik der zentrale Ansprech- und Kooperationspartner, so die Landesbeauftragte.

Beeindruckende Förderzahlen

Ein Schwerpunkt der Arbeit im ArL Lüneburg wird geprägt durch die laufende Förderperiode der Europäischen Union 2014 - 2020. Viele Projekte wurden in den zurückliegenden Monaten von Akteuren in der Region entwickelt und zur Förderung beantragt.

„Das Fördervolumen unter Beteiligung des ArL Lüneburg hat die Marke von 200 Millionen Euro überschritten", erläutert Jutta Schiecke. „Damit werden Investitionen von mehr als 500 Millionen Euro ausgelöst." Dahinter stehen mehr als 2.500 Anträge.

Ziele der Region im Fokus

Das Geld ist gut angelegt, um die Entwicklung der Region Lüneburg entscheidend voranzubringen. Für das ArL Lüneburg ist es wichtig, dass die Aktivitäten den Zielen der Landesentwicklungspolitik und den Bedarfen in der Region gerecht werden. Gemeinsam mit regionalen Kooperationspartnern wurde dazu 2014 die Regionale Handlungsstrategie (RHS) erarbeitet. Sie definiert die Stärken und die Herausforderungen der Region, formuliert Ziele und verknüpft mögliche regionale Projekte mit den Fördermöglichkeiten der Europäischen Union, des Bundes und des Landes.

Die Themen Demografie, Integration und Digitalisierung haben sich als besondere Herausforderungen kristallisiert, um die in der RHS definierten Ziele - Attraktivität, Erreichbarkeit, Zukunftsfähigkeit und Mitverantwortung - zu erreichen.

Bilanz und Ausblick

Zusammen mit dem Tätigkeitsbericht legt das ArL Lüneburg konkrete Zahlen aus der Förderperiode vor. Die Leistungen des ArL Lüneburg spiegeln sich auch an Antragszahlen und dem Fördervolumen wider. „Die Region erfährt durch die Investitionen eine enorme Wertschöpfung", bilanziert Jutta Schiecke.

Beispielsweise liegen aus dem Programm zur Förderung der ländlichen Entwicklung ZILE und aus der Richtlinie Breitbandförderung - ländlicher Raum aktuell 351 Anträge vor. Bei einem Investitionsvolumen von fast 140 Millionen Euro wurden Zuschüsse in Höhe von rund 40 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER und der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) beantragt.

Die Anträge wurden vom ArL Lüneburg bewertet. Der Niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Christian Meyer hat die Mittel freigegeben. Nun werden alle zur Förderung ausgewählten Projekte geprüft und danach bewilligt.

Auch in die Städtebauförderung fließen in diesem Jahr wieder erhebliche Mittel. Für 59 Maßnahmen im Amtsbezirk Lüneburg stehen über 23 Millionen Euro bereit.

Information und Beratung aus erster Hand

Die Region Lüneburg weiterzuentwickeln geht nur gemeinsam mit den Akteuren vor Ort. Das ArL Lüneburg bietet im Jahresverlauf eine Reihe von Veranstaltungen an, um zu informieren und um Ideen und Ziele gemeinsam zu diskutieren. Unter dem Motto RHS im Dialog hat das Amt 2015 und 2016 mehr als 30 Veranstaltungen angeboten. Dazu gehörten auch drei Veranstaltungen zur Unterstützung des Bündnisses „Niedersachsen packt an". Eine vierte Veranstaltung wird am 8. Mai in Uelzen durchgeführt.

Und nicht zuletzt helfen die Beratungsleitungen des ArL Lüneburg den Antragstellern bei der zielgerichteten Ausrichtung ihrer Projekte und einer korrekten Antragstellung.

Fachansprechpartner für die Pressemitteilung ist
Dr. Henry Arends
Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg
Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
Telefon: +49 4131 15-1366
Email: Henry.Arends@arl-lg.niedersachsen.de

Weiterführende Informationen

Die Initiativen und Projekte in der Region Lüneburg und die Aktivitäten des ArL Lüneburg werden im Folgenden beispielhaft detaillierter erläutert:

Smart Region,
die Gemeinschaftsinitiative der Süderelbe-Region verdeutlicht die Bandbreite der Aktivitäten in der Region Lüneburg. Das ArL Lüneburg nimmt hier intensive Beratungstätigkeiten wahr. Projektbeispiele sind die vernetzte Versorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in den Landkreisen Harburg und Lüneburg; Nachhaltige Bewässerung - EIP agri und Innovative Verpackung und Ernährung (VIVE) im Landkreis Uelzen; Kompetenz-Zentrum Leichtbau / Neue Materialien (CFK Valley Stade); Installation von Verleihstationen für Pedelecs im Landkreis Lüchow-Dannenberg und das Netzwerk der Digital-, Kultur- und Kreativwirtschaft in den Landkreisen Lüneburg, Harburg und Uelzen.

76 Millionen aus EFRE, ESF und GRW

Ein großer Teil der Projekte im Amtsbezirk wird aus den Europäischen Förderfonds EFRE und ESF sowie aus GRW (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur") gefördert. Die Auswertung der Antragszahlen ergab zum Ende Februar 2017 1650 Bewilligungen mit Gesamtinvestitionen von fast 190 Millionen Euro und einer Fördersumme von über 76 Millionen Euro. Davon rund 30 Millionen aus regional bedeutsamen Förderrichtlinien.

Schwerpunkt ländlicher Raum

Die elf Landkreise umfassende Region Lüneburg wird maßgeblich geprägt von den ländlichen Räumen. Ihre Entwicklung wird beeinflusst durch ihre Lage zu den Zentren Hamburg, Bremen und Hannover. Die Themen Breitbandausbau, Infrastruktur sowie Wohnen und Arbeiten haben hier Priorität. Die im ArL Lüneburg angesiedelte Verwaltung für Landentwicklung mit den Aufgabenschwerpunkten Strukturförderung ländlicher Raum und Flurneuordnung leistet umfassende Arbeit zur Entwicklung des Raumes.

Das ArL Lüneburg fördert nach der ZILE-Richtlinie Dorfentwicklungspläne, Regionalmanagement, Dorfentwicklung, Infrastrukturmaßnahmen durch ländlichen Wegebau, Basisdienstleistungseinrichtungen, ländlichen Tourismus, Kulturerbemaßnahmen sowie Kleinstunternehmen der Grundversorgung. In der laufenden Förderperiode wurden bislang rund 30 Millionen Euro bewilligt.

Besonders hervorzuhebende Maßnahmen sind:

- die Dorfregion Lüchow mit 19 Dörfern (für die zugleich ein Antrag zur Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO gestellt werden soll) und
- das Kooperationsprojekt Leader zur Elektromobilität in der Region Lüneburg. Alle 19 Leader- und ILE-Regionen erstellen unter gemeinsamer finanzieller Beteiligung die entsprechende Studie, die neben einer Bestandserfassung auch konkrete regionsübergreifende Lösungsansätze liefern soll. Antragsteller ist der Landkreis Osterholz.

Flurbereinigung und Landmanagement

Mit den Instrumenten Flurbereinigung und Landmanagement werden relevante Beiträge zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des ländlichen Raums geleistet. Mit dem Flächenmanagement flankieren wir die Planungen zum Ausbau der Infrastruktur im Amtsbezirk und unterstützen mit neuen Verfahren den Umwelt- und Klimaschutz. 2016 war das ArL Lüneburg in 72 Flurbereinigungen aktiv.

35 % waren Unternehmensflurbereinigungen, 50 % dienten agrarstrukturellen Zielen und der Auflösung von Landnutzungskonflikten. 13 % hatten vorrangig das Ziel den Naturschutz zu unterstützen.

Die Verfahren umfassen 105.000 ha. 16.700 Teilnehmer sind beteiligt. 6,4 Millionen Euro wurden aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur sowie 1,9 Millionen Euro aus dem ELER-Fonds investiert.

Weitere Schwerpunkte Metropolregion / Landschaftswerte / Interreg

Gefördert wurde die Region Lüneburg auch aus Mitteln der Metropolregion Hamburg (MRH) und der Förderrichtlinie Landschaftswerte.

Zwanzig Projekte wurden aus den Mitteln des Förderfonds der Metropolregion Hamburg unterstützt. Die Projektkosten lagen bei gut fünf Millionen Euro, die Fördersumme 3,3 Millionen Euro. Die Bandbreite der geförderten Projekte reicht von „Barrierefreie Naherholung im Regionalpark Rosengarten" bis zum „Neubau des Parkhauses und überdachter Radabstellanlage am Bahnhof Winsen (Luhe). Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Vorhaben zur Koordinierung und Umsetzung des Leitprojektes "Biotopverbund MRH"

Aus der Richtlinie Landschaftswerte wurden 2016 25 Projekte gefördert. Sie hatten ein Projektvolumen von über sieben Millionen Euro. Dafür gab es fast 1,5 Millionen Euro Zuwendungen. Gefördert wurden zum Beispiel die Kartierung und Landschaftsbildanalyse der Rundlingsdörfer im Wendland und das Projekt Natur- und Kultur erleben auf der Route der alten Obstsorten in Lüchow-Dannenberg.

In 16 Interreg-Projekten begleitet und unterstützt das ArL Lüneburg die beteiligten Kommunen. Dabei geht es um internationale Zusammenarbeit in den Interreg-Kooperationsräumen Europe, Nordsee und Ostsee. Die Projektkosten in Höhe von über 53 Millionen Euro werden aus Mitteln der Europäischen Union mit fast 31 Millionen Euro gefördert. Das Projektbudget für Projektpartner aus dem Amtsbezirk Lüneburg beträgt dabei rund 3,6 Millionen Euro.

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