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Uelzener Sanierungsgebiet in der Städtebauförderung vervierfacht

Landesbeauftragte überreicht Förderbescheid in Höhe von rund 850.000 Euro


Monika Scherf (2.v.re.), Chefin Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg, überreicht den Förderbescheid an Bürgermeister Jürgen Markwardt (3.v.l.). Mit dabei v.l.: Christine Tietz, Michael Kopske (beide Stadt Uelzen) und Jörg Hillmer (MdL).   Bildrechte: Hansestadt Uelzen
Monika Scherf (2.v.re.), Chefin Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg, überreicht den Förderbescheid an Bürgermeister Jürgen Markwardt (3.v.l.). Mit dabei v.l.: Christine Tietz, Michael Kopske (beide Stadt Uelzen) und Jörg Hillmer (MdL).

Die Hansestadt Uelzen bekommt in Zukunft noch mehr Fördergelder von Bund und Land aus der Städtebauförderung. Wurden bislang vor allem Maßnahmen im Bereich der Altstadt gefördert, kommt nun auch das Gebiet der naturnahen Ilmenau-Auen dazu. Das Fördergebiet ist damit künftig fast vier Mal so groß.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Vorhaben mit dieser Förderung unterstützt werden. Für die Entwicklung unserer Hansestadt sind die Mittel von Bund und Land sehr wichtig“, sagt Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt. So sollen beispielsweise die Aufenthaltsqualität in den Ilmenauwiesen verbessert, die dortigen Wegeverbindungen und Brücken erneuert, ein Naturlehrpfad errichtet oder Pflanz- und Pflegemaßnahmen zur Steigerung der Biodiversität umgesetzt werden. Auf dem Herzogenplatz im Herzen der Hansestadt ist ein Wasserspiel geplant. Darüber hinaus sind verschiedene Maßnahmen vorgesehen, die der Förderung des Radverkehrs und der Verbesserung der Fahrradinfrastruktur dienen.

Allein in diesem Jahr konnte das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg dafür Fördergelder in Höhe von rund 850.000 Euro bewilligen, insgesamt sind rund 5,8 Millionen Euro vorgesehen. „Die Städtebauförderung ist ein langfristig angelegtes Programm. Die Fördermittel werden jedes Jahr in Teilbeträgen bewilligt, weil sich die Sanierung eines so großen Gebietes natürlich über Jahre hinzieht“, erklärte Monika Scherf, Chefin des ArL Lüneburg und in dieser Woche bei ihrem Besuch im Uelzener Rathaus.

Mit im Gepäck hatte die Landesbeauftragte für regionale Entwicklung einen entsprechenden Förderbescheid für Bürgermeister Jürgen Markwardt. „Ich finde es gut, dass Uelzen neben der Sanierung von alten Gebäuden auch an innovativen Ideen arbeitet, wie man die Aufenthaltsqualität in der Stadt steigern kann. Wenn wir die Innenstädte attraktiver in der Freizeitgestaltung machen, wirkt sich das auch positiv auf den Einzelhandel und die Gastronomie aus“, so Scherf.

Die Stadt Uelzen hat bereits Erfahrung mit der Städtebauförderung. Von 1986 bis 2002 wurde der zentrale Stadtkern mit Fördermitteln erneuert. Außerdem wurde das am östlichen Rand des Stadtkerns gelegene Sanierungsgebiet „Hammersteinplatz“ von 1989 bis 2001 gefördert.



Zur Sache

Städtebauliche Erneuerungsvorhaben werden im öffentlichen Interesse durchgeführt und aus Mitteln des Bundes und des Landes grundsätzlich mit zwei Dritteln der zuwendungsfähigen Kosten unterstützt. Das letzte Drittel muss die Gemeinde aus Eigenmitteln aufbringen.

Die Städtebaufördermittel haben sich in den letzten Jahren erhöht. Haben Bund und Land in 2006 für Niedersachsen zusammen noch rund 33 Millionen Euro bereitgestellt, waren es in 2020 schon rund 121 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln.

Artikel-Informationen

erstellt am:
07.12.2021
zuletzt aktualisiert am:
10.12.2021

Ansprechpartner/in:
Manuela Gaedicke

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