Artikel-Informationen
erstellt am:
03.07.2026
zuletzt aktualisiert am:
08.07.2026
Hannover. Ob ein neuer Spielplatz oder die Umnutzung eines alten Stalles für gemeinschaftliche Projekte – mit dem Dorfentwicklungsprogramm fördert Niedersachsen die Daseinsvorsorge und Lebensqualität ländlicher Räume. Jetzt wurden vierzehn neue Dorfregionen in das Programm aufgenommen. Damit wird den Dorfregionen nach Erstellung eines Dorfentwicklungsplans über mehrere Jahre eine Förderung mit bis zu 75 Prozent bei öffentlichen Maßnahmen ermöglicht. Die neu aufgenommenen Dorfregionen befinden sich in den Landkreisen Gifhorn, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Diepholz, Verden, Rotenburg/Wümme, Cuxhaven, Stade, Leer, Vechta, Grafschaft Bentheim und Osnabrück. Damit nehmen nun insgesamt 182 Dorfregionen mit insgesamt 769 Dörfern an dem Dorfentwicklungsprogramm teil, das über die ZILE-Richtlinie zur integrierten ländlichen Entwicklung im Förderzeitraum 2023 bis 2027 aus dem EU-Förderkonzept KLARA mit insgesamt 220 Millionen Euro hinterlegt ist.
Am heutigen Freitag, 03. Juli, überreichte Ministerin Staudte im Beisein von Landesbeauftragter Karin Beckmann symbolisch und stellvertretend für alle neu aufgenommen Dorfregionen Urkunden über die Aufnahme der Dorfregionen in das Dorfentwicklungsprogramm.
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Mit der Aufnahme von vierzehn neuen Dorfregionen setzen wir das erfolgreiche Dorfentwicklungsprogramm als eines der zentralen Förderinstrumente für den ländlichen Raum fort. Auf ein Neues können jetzt die Menschen vor Ort die Zukunft ihrer Dörfer und Regionen mit nachhaltigen Projekten tatkräftig mitgestalten und ihre Heimat für die Zukunft stärken. Mit den hohen Fördersätzen von bis zu 75 Prozent ermöglichen wir von den Aktiven vor Ort entwickelte Projekte und stärken den ländlicher Raum.“
Im Bereich des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg wurden die Dorfregionen Rotenburger Ortschaften, Gnarrenburger Moor, Freiburg/Elbe, Ahlenmoor und Flecken Langwedel aufgenommen.
Dorfregion Rotenburger Ortschaften (Stadt Rotenburg, Landkreis Rotenburg/Wümme, beteiligte Dörfer: Borchel, Mulmshorn, Unterstedt, Waffensen)
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Die Rotenburger Ortschaften zeigen eindrucksvoll, wie starke Dorfgemeinschaften die Zukunft des ländlichen Raums gestalten können. Generationenübergreifendes Miteinander, eine gute Daseinsvorsorge und die enge Zusammenarbeit der Dörfer schaffen die Grundlage für lebenswerte Orte. Mit der Dorfentwicklung unterstützen wir die Menschen dabei, diesen Zusammenhalt weiter zu stärken und ihre Heimat gemeinsam zukunftsfähig zu gestalten."
Dorfregion Gnarrenburger Moor (Landkreis Rotenburg/Wümme, beteiligte Dörfer: Gnarrenburg, Augustendorf, Barkhausen, Fahrendorf, Findorf, Kienkendorf, Kuhstedtermoor, Langenhausen)
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Die Dorfregion Gnarrenburger Moor ist mit ihrer einzigartigen Moorlandschaft und ihrer besonderen Torfgeschichte ein prägender Natur- und Kulturraum Niedersachsens. Die Dorfentwicklung bietet die Chance, Moorschutz, eine zukunftsfähige Landwirtschaft und den Erhalt der historischen Dörfer mit einem starken Gemeinschaftsleben zu verbinden. So bewahren wir die Identität der Region und eröffnen zugleich neue Perspektiven für Natur, Tourismus und die Menschen vor Ort.“
Dorfregion Freiburg/Elbe (Landkreis Stade)
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Freiburg an der Elbe verbindet auf einzigartige Weise historischen Charme, maritimes Flair und eine beeindruckende Landschaft. Mit seinen Häfen, dem Elberadweg und einem starken Gemeinschaftsleben besitzt der Ort großes Potenzial. Die Dorfentwicklung hilft dabei, diese Stärken weiter auszubauen und Freiburg als attraktiven Lebens-, Bildungs- und Erholungsort für alle Generationen zu gestalten.“
Dorfregion Ahlenmoor (Landkreis Cuxhaven, Stadt Geestland, Gemeinden Wanna und Nordleda, weitere beteiligte Dörfer: Flögeln, Krempel, Neuenwalde, Wanna, Nordleda)
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Die Dorfregion Ahlenmoor ist geprägt von ihrer einzigartigen Moorlandschaft, die Natur, Landwirtschaft und das Leben der Menschen seit Generationen verbindet. Mit der Dorfentwicklung wollen wir dieses besondere Erbe bewahren, innovative Wege im Moorschutz fördern und gleichzeitig die Dorfgemeinschaften, die regionale Wirtschaft und eine nachhaltige Entwicklung stärken. So schaffen wir gemeinsam lebenswerte Dörfer mit einer starken Zukunft.“
Dorfregion Flecken Langwedel (Landkreis Verden, weitere beteiligte Dörfer: Völkersen, Holtebüttel (mit den OT Dahlbrügge, Schülingen, Holtebüttel, Nindorf), Haberloh)
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Die Dorfregion zeigt eindrucksvoll, wie lebendig der ländliche Raum sein kann. Ein außergewöhnlich starkes Ehrenamt, vielfältige Vereine und generationenübergreifende Kultur- und Freizeitangebote schaffen hier einen Zusammenhalt, der weit über die einzelnen Dörfer hinaus wirkt. Mit der Dorfentwicklung unterstützen wir dieses Engagement und schaffen gute Voraussetzungen dafür, dass die Region ihre hohe Lebensqualität auch in Zukunft bewahrt.“
Worum geht es beim Förderprogramm Dorfentwicklung?
Durch das Förderprogramm Dorfentwicklung wird Dörfern die Möglichkeit geboten, sich mit ihren Potentialen und Bedürfnissen intensiv auseinanderzusetzen und daraus eine langfristige Strategie zu entwickeln – für einen maßgeschneiderten Fahrplan für die Zukunft, auch über die Förderphase hinaus. Dafür setzen sich die Menschen vor Ort intensiv mit den zentralen Themen für ihre Regionen auseinander, darunter Demographie, Klimawandel und Klimafolgenanpassung, Baukultur oder soziales Miteinander. Neben diesen strategischen Überlegungen formulieren sie auch konkrete Ideen und Projekte, die sie für ihre Region gerne umsetzen möchten.
Insgesamt haben sich 25 Dorfregionen zum Stichtag 1. April 2026 beworben, vierzehn wurden nach einem landesweiten Ranking in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen.
Für investive Maßnahmen besteht nach Anerkennung des zunächst noch aufzustellenden Dorfentwicklungsplans die Möglichkeit, eine Förderung zu beantragen. Die Förderung kann zum Beispiel für öffentliche Maßnahmen bis zu 75 Prozent betragen. Hierzu können zum Antragsstichtag 30. September dieses Jahres Förderanträge gestellt werden. Die Entscheidung, welche Anträge zum Zuge kommen, erfolgt auf Grundlage eines Rankingverfahrens.
Bei fachlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Dezernatsleiterin Annika Wangerin (Telefon: 04131-6972-330). Dies gilt auch für Dorfregionen, die in dieser Runde keinen Zuschlag bekommen haben. Für sie besteht wie für alle anderen Gebiete in Niedersachsen die Möglichkeiten, eine Förderung von Basisdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Dieses Förderprogramm wurde vom Land um 95 Millionen Euro aufgestockt.
Redaktioneller Hinweis: Weitere Fotos zum Download finden Sie auf der Internetseite vom ML.
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Dorfregion |
Gemeinden |
Landkreis/e |
Beteiligte Dörfer |
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Rotenburger Ortschaften |
Stadt Rotenburg/Wümme |
Rotenburg/Wümme |
Borchel, Mulmshorn, Unterstedt, Waffensen |
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Gnarrenburger Moor |
Gemeinde Gnarrenburg |
Rotenburg/Wümme |
Augustendorf, Barkhausen, Fahrendorf, Findorf, Kienkendorf, Kuhstedtermoor, Langenhausen |
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Freiburg / Elbe |
Flecken Freiburg / Elbe |
Stade |
Flecken Freiburg / Elbe |
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Ahlenmoor Dorfregion |
Stadt Geestland, Gemeinden Wanna und Nordleda |
Cuxhaven |
Flögeln, Krempel, Neuenwalde, Wanna, Nordleda |
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Flecken Langwedel |
Flecken Langwedel |
Verden |
Völkersen, Holtebüttel (mit den OT Dahlbrügge, Schülingen, Holtebüttel, Nindorf), Haberloh |
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erstellt am:
03.07.2026
zuletzt aktualisiert am:
08.07.2026