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Neues Leben in der alten Dorfschule

Dauerausstellung im Museumsdorf Seppensen bekommt EU-Fördergelder


Das Museumsdorf Seppensen bei Buchholz plant gerade eine neue Sonderausstellung. Bild von außen.   Bildrechte: ArL Lüneburg
Das Museumsdorf Seppensen bei Buchholz plant gerade eine neue Sonderausstellung.

Die Projektion einer alten Bahnhofuhr, eine begehbare alte Karte der Heidelandschaft und Flachbildschirme, die in historische Fotografien eingebettet sind: Die geplante Dauerausstellung im Museumsdorf Seppensen nimmt Formen an. „Wir haben einen Gestalter beauftragt, der sich ganz tolle Sachen überlegt hat. Wenn alles klappt, sind wir im Winter fertig“, freut sich Dieter von Plata aus dem Vorstandsteam des Museumsdorfes, der schon seit drei Jahren an dem Projekt arbeitet, das zukünftig die alte Dorfschule schmücken wird.

Sachbearbeiterin mit Aktenordnern vor dem Museumsdorf Bildrechte: ArL Lüneburg
Martina Fetter vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg prüft und verwaltet EU-Fördergelder.

Für die erfolgreich abgeschlossenen Umbauarbeiten gab es nun erste EU-Mittel in Höhe von rund 40.000 Euro vom dafür zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg. Neben dem Auszahlungsbescheid brachte Sachbearbeiterin Martina Fetter in der vergangenen Woche vier dicke Aktenordner mit Original-Rechnungen ins Museumsdorf.

„Bei EU-Mitteln haben wir sehr strenge Vorgaben“, weiß die Verwaltungsökonomin, die für das Land Niedersachsen Fördermittel prüft, verwaltet und auszahlt. Dabei steht sie in engem Kontakt mit den Antragsteller*innen und in diesem Fall auch zur LEADER-Region „Naturpark Lüneburger Heide“. „Bei LEADER bekommt jede unserer Regionen ein festes Budget von der EU und kann entscheiden, welche Projekte für die Region sinnvoll sind. Wir prüfen dann, wo der Einsatz von Fördermitteln möglich ist“, berichtet Martina Fetter.

In der Naturparkregion Lüneburger Heide leitet Regionalmanagerin Lina Dening den LEADER-Prozess. „Die neue Dauerausstellung des Museumsdorfes zeigt einen spannenden Teil der Geschichte der Lüneburger Heide. Dieses Kulturangebot wollten wir gerne mit den Fördermitteln der LEADER-Naturparkregion unterstützen“, erklärt Lina Dening. Das Museumsdorf Seppensen war zuvor durch einen Zeitungsartikel auf die LEADER-Förderung aufmerksam geworden und hatte sich an die Regionalmanagerin gewandt.

Ein weiterer Betrag von rund 40.000 Euro ist zugesagt und wird nach Abschluss aller Arbeiten ausgezahlt. „Unterstützung haben wir auch von der Stadt Buchholz bekommen. Alleine könnten wir so ein Projekt als Verein mit 350 Mitgliedern natürlich nicht stemmen“, weiß Dieter von Plata. Er und das gesamte Vorstandsteam haben mit dem Museumsdorf, das idyllisch am Seppenser Teich gelegen ist, in Zukunft noch eine Menge vor. So soll es in dem alten Backhaus neben Kuchen künftig auch Pizza aus dem alten Ofen geben. Außerdem sind Führungen mit Schulen geplant, und auch das Sniershuus steht für Trauungen und Veranstaltungen aller Art wieder offen.

Zur Sache: LEADER

LEADER ist ein europäisches Förderprogramm, das die nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum unterstützt. Die Abkürzung kommt aus dem Französischen (liaison entre actions de développement de l’économie rurale). Die LEADER Naturparkregion Lüneburger Heide ist mit 1.500 km² und gut 130.000 Einwohnern etwas größer als der Naturpark Lüneburger Heide. Ansprechpartnerin ist die LEADER-Regionalmanagerin Lina Dening.

Lina Dening von der Naturparkregion Lüneburger Heide (l.) und Martina Fetter vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (r.) schauten sich erste Teile der neuen Dauerausstellung schon einmal an.   Bildrechte: ArL Lüneburg
Lina Dening von der Naturparkregion Lüneburger Heide (l.) und Martina Fetter vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (r.) schauten sich erste Teile der neuen Dauerausstellung schon einmal an.
Ansprechpartner Dezernat 3

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Artikel-Informationen

erstellt am:
09.11.2021

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