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Niedersachsen stärkt seine dörflichen Regionen

Sechs neue Dorfregionen im Amtsbezirk des ArL Lüneburg


Bescheidübergabe mit Ministerin Barbara Otte-Kinast und Landesbeauftragter Monika Scherf (re)

„Die Dorfentwicklung ist einer der wichtigsten Bausteine zur Stärkung des ländlichen Raumes“, betont Dezernatsleiterin Annika Wangerin.

Sechs Dorfregionen aus dem Amtsbezirk des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg werden zum 1. Januar 2019 neu in das Programm des Landes aufgenommen. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hatte die Entscheidung Anfang der Woche beim 5. Tag der Landentwicklung in Nienburg (Weser) bekannt gegeben.

Aus landesweit 41 Anträgen wurden 19 ausgewählt. Die sechs Dorfregionen aus der Region Lüneburg liegen in den
Landkreisen Celle (Schmarloh),
Cuxhaven/Stade (Burweg-Hechthausen),
Lüneburg (Bardowick West),
Lüneburg (Schieringen Elbe),
Stade (Bliedersdorf-Nottensdorf) und
Rotenburg (Wümme) (Wiedau-Walsede).

Das Besondere in der Dorfentwicklung ist, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner, Vereine, Institutionen und Betriebe aus der Dorfregion an einen Tisch setzen, um gemeinsam Maßnahmen zur Bewahrung und Entwicklung der beteiligten Dörfer als Wohn-, Sozial- und Kulturraum zu entwickeln.

„Ganz besonders wichtig sind Vorhaben zur Stärkung des innerörtlichen Gemeinschaftslebens“, betont Annika Wangerin. „Durch die Bildung von Dorfregionen mit mehreren Dörfern und Ortsteilen lassen sich zum Beispiel wichtige Einrichtungen an einem Ort konzentrieren.“ Dies fördere die Gemeinschaft und schaffe wirtschaftliche Lösungen. So können Dorfgemeinschaftshäuser, Dorfläden, Gesundheitszentren oder Freizeit- und Naherholungseinrichtungen dorfübergreifen geplant und umgesetzt werden.

Mit den neu aufgenommenen Dorfregionen sind nun landesweit 275 Dorfentwicklungsverfahren mit insgesamt 833 Dörfern im Programm.

In der Region Lüneburg sind es zusätzlich 40 Dörfer:

Schmarloh, im Landkreis Celle die Gemeinde Hohne nebst Ortsteil (OT) Helmerkamp, Spechtshorn und die Gemeinde Ahnsbeck

Burweg-Hechthausen in den Landkreisen Cuxhaven und Stade mit den Dörfern Blumenthal, Bossel, Burweg, Bornberg, Hechthausen, Klingt, Kleinwörden, Laumühlen und Wisch

Bardowick West im Landkreis Lüneburg mit Mechtersen, Radbruch und Vögelsen

Schieringen Elbe im Landkreis Lüneburg mit Alt Garge, Barskamp, Gut Horndorf, Köhlingen, Ventschau und Tosterglope (Gemeinde Dahlenburg)

Wiedau-Walsede im Landkreis Rotenburg (Wümme) mit der Gemeinde Bothel (OT Bretel), der Gemeinde Brockel (OT Bahnhof, Wensebrock, Bellen), Gemeinde Hemsbünde (OT Worth, Hastedt, Hassel), Gemeinde Kirchwalsede (OT Riekenbostel, Bullensee, Weißenmoor, Federlohmühlen, Auf dem Sande, Düsternheide

Bliedersdorf-Nottensdorf im Landkreis Stade mit Bliedersdorf, Postmoor, Rutenbeck, Nottensdorf, Schragenberg und Habeckstal

In den neu gebildeten Dorfregionen werden zu Beginn des Jahres die Planer ausgewählt. Sie begleiten die Akteure bei der Aufstellung der Dorferneuerungspläne. Diese Pläne beschreiben die Situation in den Dörfern und zeigen den künftigen Handlungsbedarf auf. Gemeinsame Ziele werden entwickelt und Maßnahmen geplant.

Das ArL Lüneburg betreut mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten Bremerhaven, Lüneburg und Verden die Dorfregionen während der gesamten Laufzeit. In den Arbeitskreisen wird zu den Fördermöglichkeiten beraten. Vorhaben werden vor Ort besichtigt und die Fördervoraussetzungen besprochen. Die Anträge werden geprüft und bewilligt und am Ende mit den Verwendungsnachweisen die Auszahlung der Fördermittel veranlasst. Weitere Informationen zur Dorfentwicklung im Internet unter www.arl-lg.niedersachsen.de > Förderung und Projekte > Dorfentwicklung.

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