Artikel-Informationen
erstellt am:
22.09.2026
zuletzt aktualisiert am:
23.09.2026
Lüneburg. Wenn es nach der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien Lüneburg geht, wird ihr Grundstück rund um die Kirche schon bald zu einem Ort zum Verweilen und Wohlfühlen, nicht nur für Gemeindemitglieder, sondern auch für Gäste und Besuchende. Mit der heutigen Bescheidübergabe durch die Landesbeauftragte und Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg, Karin Beckmann, rückt diese Vision nun näher. Der Kirchengemeinde stehen aus dem Programm „Resiliente Innenstädte" ein Zuschuss von rund 272.000 Euro für die Umgestaltung zur Verfügung. Finanziert wird das Programm aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Insgesamt werden mehr als 450.000 Euro investiert. 40 Prozent der Kosten werden von der Kirchengemeinde selbst und dem Bistum Hildesheim getragen.
„Solche Förderprogramme sind ein wichtiger Baustein, um unsere Innenstädte und Quartiere klimagerecht und lebenswert weiterzuentwickeln. Gerade Projekte wie dieses zeigen, wie kirchliche und kommunale Räume gemeinsam zu Orten der Begegnung für alle Generationen werden können", so Landesbeauftragte Beckmann.
Weniger Beton, mehr Grünflächen
Um das Areal rund um Kirche und Pfarrhaus ökologisch aufzuwerten, sollen unter anderem Betonplatten und dichte Pflasterwege durch wasserdurchlässige Aufbauten ersetzt werden. Geplant ist außerdem, befahrbare Wege auf das Nötigste zu reduzieren, um den Autoverkehr auf dem Gelände einzuschränken. Zusätzliche Fahrradstellplätze sollen hingegen dazu anregen, öfter auf das eigene Rad umzusteigen. Wo derzeit noch karge Rasenflächen das Bild prägen, sollen künftig Blühstreifen und Sommerblumenwiesen mit bienen- und insektenfreundlicher Bepflanzung entstehen.
Der Außenbereich der Kita bleibt im Wesentlichen erhalten, einige zusätzliche Bäume in unterschiedlichen Stammhöhen werden neu gepflanzt, um für weitere Schattenplätze zu sorgen. Auch neue Sitzgelegenheiten und Spielflächen für Kinder sollen auf dem gesamten Gelände zu einer längeren Verweildauer einladen. Für Jugendliche und junge Erwachsene entsteht an der Stirnseite des Gemeindehauses zudem ein gemeinsamer Treffpunkt mit Grillmöglichkeit. Mit diesen und weiteren Maßnahmen hofft die Pfarrgemeinde, aus dem bislang eher kargen Kirchengrundstück in naher Zukunft eine Oase der Ruhe und des Wohlbefindens zu machen.
„Wir freuen uns sehr über diese Förderung und danken dem Land Niedersachsen und der EU herzlich dafür. Ich erhoffe mir von der Umsetzung, dass unser Kirchengrundstück zu einem Ort wird, an dem Menschen unterschiedlichster Generationen und Herkunft zusammenkommen, zur Ruhe finden und sich willkommen fühlen – ganz im Sinne einer offenen, einladenden Gemeinde", sagt Pfarrer Carsten Menges. Sein Dank gilt ausdrücklich auch dem Arbeitskreis „Laudato si“ der Kirchengemeinde, der dieses Projekt angestoßen hat und begleitet.
Hintergrund
Das Förderprogramm Resiliente Innenstädte soll niedersächsischen Städten und Gemeinden eine behutsame Umgestaltung der Innenstädte ermöglichen: Lebendigkeit und Nutzungsvielfalt führen zu einer Abkehr von Monostrukturen, Beteiligungsprozesse an der Gestaltung der Innenstadt erhöhen Akzeptanz und Kreativität, die Stärkung klimagerechter Mobilitätskonzepte und eine umweltgerechtere Flächengestaltung schaffen Aufenthaltsqualität und Zukunftsfähigkeit. Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Niedersächsischen Multifonds-Programms finanziert.
Über das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg
Von der Küste bis in die Heide, vom Wendland bis zur Weser: Das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg kümmert sich gemeinsam mit Kommunen und anderen Aktiven in der Region um die langfristige Lebens- und Standortqualität in den 11 Landkreisen zwischen Hamburg, Bremen und Hannover. Es ist zentraler Ansprechpartner vor Ort, wenn es um öffentliche Fördermittel geht und sorgt dafür, dass das Geld aus Brüssel, Berlin oder Hannover da ankommt, wo es die Entwicklung der Region dauerhaft stärken kann. Von Raum- und Flurneuordnungsverfahren, über Tourismus und Wirtschaftsförderung, bis hin zu Städtebau und politischer Bildung: Jährlich werden eine Vielzahl von Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Landesregierung organisiert, und durchschnittlich 40 Millionen Euro Fördergelder in der EU-Strukturförderung für die ländlichen Räume bewilligt.
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erstellt am:
22.09.2026
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23.09.2026