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Bürgerliches Engagement für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund

Landesbeauftragte Jutta Schiecke hatte zur regionalen Integrationskonferenz nach Uelzen eingeladen


Integrationskonferenz

Landesbeauftragte Jutta Schiecke hatte zur regionalen Integrationskonferenz „Bürgerliches Engagement" nach Uelzen eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, Hemmnisse und Bedarfe bei der ehrenamtlichen Arbeit zu identifizieren, die in der alltäglichen Arbeit zu Problemen führen. Dabei wurden gute Beispiele präsentiert und gemeinsame Lösungsansätze erarbeitet um die ehrenamtliche, aber auch die hauptamtliche Flüchtlingsarbeit zu unterstützen.

„2016 haben sich rund ein Fünftel der Deutschen für Flüchtlinge engagiert - die meisten davon regelmäßig." Das berichtete Landesbeauftragte Jutta Schiecke zu Beginn Konferenz in Uelzen. Zu ihnen gehörten junge Erwachsene, Menschen mit niedrigem Einkommen und Menschen mit Migrationshintergrund."

Ging es zunächst darum, die Geflüchteten aufzunehmen und mit dem Notwendigsten zu versorgen, so folgen jetzt die vielleicht noch größeren Herausforderungen, nämlich die Geflüchteten bei uns zu integrieren. Das heißt, den Frauen, Männern und Jugendlichen und Kindern - einen Weg in unsere Gesellschaft zu ebnen.

Für Flüchtlinge, Ehrenamtliche und Hauptamtliche bedeute dieses gleichermaßen, sie müssen einen langen Atem haben, so Jutta Schiecke. „Um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, braucht es gute Sprachkenntnisse, einen Arbeitsplatz, eine ordentliche Wohnung und - ganz wichtig - das Gefühl, dort, wo es einen hin „verschlagen" hat auf der Flucht, auch willkommen zu sein." Ohne das Ehrenamt würde diese Herkulesaufgabe auch in Zukunft nicht zu stemmen sein.

Dabei müsse nicht nur ab die Aufgaben gedacht werden, mit der Ehrenamtliche die Integrationsarbeit unterstützen können. Auch an die Ehrenamtlichen selber müsse gedacht werden, betonte die Landesbeauftragte. In der Veranstaltung wurde daher auch der Blick auf die Akteure selber gerichtet: Wie geht es den ehrenamtlichen Helfern? Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Hauptamt? Wo gibt es Bedarfe und Hemmnisse? Wie engagieren sich Betriebe? Was sind gute Beispiele, von denen wir lernen können?

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, den Ehrenamtlichen eine langfristige Perspektive für ihren Einsatz und ihr Engagement zu geben. Dazu gehören neben staatlichen Ressourcen vor allem auch gesellschaftliche Ressourcen und die Zusammenarbeit mit dem Hauptamt", betonte Jutta Schiecke. Sie hoffte, dass durch Gespräche und Präsentationen Über- und Einblicke in das Thema gewonnen würden.

Dazu hatte die Landesbeauftragte Experten aus sozialen Einrichtungen, Koordinierungsstellen, Landesverwaltungen und Unternehmen eingeladen.

Die Ergebnisse der Konferenz werden in die Arbeit des Bündnisses „Niedersachsen packt an" fließen. Das Bündnis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund und -erfahrungen im gemeinschaftlichen Schulterschluss von Politik und Gesellschaft und von allen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Ebenen zu bewältigen.

Die Vorträge der Veranstaltung können im Internet unter www.arl-lg.niedersachsen.de > Veranstaltungen heruntergeladen werden.

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