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Informationsveranstaltung des ArL Lüneburg

zur niedersächsischen Strategie für die EU-Förderung 2021 – 2027


 
Landesbeauftragte Monika Scherf eröffnete die Veranstaltung

Das Interesse an der kommenden Förderperiode ist groß. Rund 190 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung des ArL Lüneburg am 14. März in das Technologiezentrum der Handwerkskammer (TZH) in Lüneburg gefolgt.

Die Europäische Kommission hat im Mai 2018 mit dem Entwurf des mehrjährigen Finanzrahmens die Debatte über die zukünftige Förderpolitik der Europäischen Union eingeleitet. Mit kurzem Abstand folgten die Vorschläge für den Rechtsrahmen der Förderperiode ab 2021.

In ihrer Begrüßung nannte Monika Scherf den Anlass der Veranstaltung: “ Die Landesregierung arbeitet an einer konsistenten Strategie für die Verwendung der EU-Mittel in Niedersachsen. Diese soll einen effektiven Einsatz in schlanken Förderprogrammen garantieren.“

Die Landesbeauftragte hob die Veränderungen hervor, vor denen die Europäische Union in der kommenden Förderperiode stehen wird: „Mehr Aufgaben bei weniger Einnahmen stellen die EU vor große Herausforderungen.“

 
190 Teilnehmer waren ins TZH Lüneburg gekommen.

Der heutige Tag habe zum Ziel, so Monika Scherf, den Stand der Verhandlungen und die Auswirkungen auf Deutschland und auf die Region Lüneburg darzustellen und gleichzeitig in die Diskussion über die Bedarfe vor Ort einzusteigen. Wichtig sei es, die Fachöffentlichkeit in den Prozess zur Erstellung der Förderstrategie einzubeziehen.

Das Land Niedersachsen habe mit dem Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung einen Strategieprozess eröffnet, um die weniger werdenden Mittel effizient einzusetzen. Diese Veranstaltung solle den Diskussionsprozess in der Region Lüneburg eröffnen.

Matthias Steffen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade machte in seinem Grußwort die Wünsche der Unternehmen deutlich: „Fertigstellung der Förderrichtlinien zu Beginn der Förderperiode und mehr Mut zu weniger Bürokratie.“

Im Vortragsteil erläuterten Referentinnen aus den Fachministerien den Stand der Verhandlungen in der EU.

Karin Beckmann, Referatsleiterin im Nds. MB, erläuterte grundsätzlich, dass es auch künftig eine Förderung in allen Regionen geben solle. Lüneburg werde in Bezug auf den Multifonds mit ELER und ESF weiterhin Übergangsregion bleiben. In diesen Förderfonds werde es allerdings für Deutschland eine Kürzung von 21 % geben.

Annika Neubauer aus dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium ging auf den Förderfonds ELER ein. Anders als bei EFRE und ESF würde die Region Lüneburg im ELER keine Übergangsregion bleiben. Auch ein spezielles niedersächsisches Programm werde es nicht mehr geben, da es für Deutschland nur noch einen Strategieplan der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geben wird. Kürzungen werde es auch im GAP geben. Eine Veränderung wird es auch dahingebend geben, dass Niedersachsen neben Bremen künftig auch mit Hamburg kooperiert.

Nach Einführung in die zukünftige EU-Förderung gab Karin Beckmann eine fachliche Einleitung und Darstellung des niedersächsischen Strategieprozesses.

Der Nachmittag des Veranstaltungstages gehörte den Teilnehmern. In zwei Workshops wurde miteinander diskutiert, moderiert vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg.

 
Rege Diskussion im Workshop ELER
Zukunft des ELER - ist weniger mehr. Moderiert von Dezernatsteilleiter Lienhard Varoga und Melanie Schmalz ging es um die Frage: „Was brauchen wir künftig in der ländlichen Entwicklung und was ist entbehrlich?“
 
Konstruktive Vorschläge im Workshop Zukunft des Multifonds
Zukunft des Multifonds. Direktor beim ArL Lüneburg Harald Ottmar und Insa Schwob moderierten die Diskussion zu der Frage: Zu welchen Handlungsfeldern braucht die Übergangsregion ein (regionales) Förderprogramm?“
Die Vortragfolien stehen hier zum Download bereit.
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