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Weitere Million Euro für Städtebauförderung in Jesteburg

Landesbeauftragte Jutta Schiecke überreichte Förderbescheid an Udo Heitmann


Jesteburg

Landesbeauftragte Jutta Schiecke (GRÜNE) überreichte am 26. Juni Bürgermeister Udo Heitmann den Fortsetzungsbescheid für die Städtebauförderung in Jesteburg über eine Million Euro.

„Ich bin beeindruckt von den bisherigen Leistungen", sagte sie bei einem Rundgang. Sie besichtigte unter anderem die ehemalige Schule Sandbarg, die zu einem Gemeinschaftszentrum umgebaut wurde. Samtgemeindebürgermeister Hans-Heinrich Höper, der am Rundgang teilnahm, erläuterte, dass mit den Mitteln aus der Städtebauförderung auch die Einrichtung eines Schaumagazins und einer Werkstatt für die Kunststätte Bossard realisiert worden sind. Mit privaten Eigentümern seien erste Sanierungsverträge geschlossen worden.

2016 wurde Jesteburg in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen und erhielt eine erste Förderung in Höhe von 500.000 Euro. „Die zweite Förderung wird Sie bei der Umsetzung Ihres Entwicklungskonzeptes „Jesteburg 2020" ein großes Stück voranbringen" so Jutta Schiecke bei der Bescheidübergabe. Mit der Städtebauförderung unterstütze sie sehr gerne das Ziel, den Dorfcharakter des Ortes mit viel Wohnqualität zu bewahren und weiter auszubauen.

Der Bescheid begründet einen Anspruch der Gemeinde Jesteburg auf die Fördermittel, die sich jetzt auf insgesamt 1,5 Millionen Euro belaufen. „Bei einer Förderquote von zwei Dritteln darf die Gemeinde nun Verpflichtungen von bis zu 2,25 Millionen Euro zu Lasten der Städtebauförderung eingehen", sagte die Landesbeauftragte. Sie sei zuversichtlich, dass die Gemeinde die Ortskernsanierung zügig umsetzt und allen Anforderungen gerecht wird.

Mit der jetzigen Mittelausstattung ist die Gemeinde in der Lage, größere investive Projekte in Angriff zu nehmen.

Die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme in Jesteburg ist auf einen Zeitraum von neun Jahren bis Ende 2024 angelegt. Die Kosten sind mit rd. 5,8 Millionen Euro kalkuliert, zu denen die Stadt Fördermittel in Höhe von rd. 3,9 Millionen Euro angemeldet hat. Wie in der Städtebauförderung üblich, werden die Mittel entsprechend dem Sanierungsfortschritt in jährlichen Teilbeträgen zur Verfügung gestellt.

Mit den Fördermitteln sollen städtebauliche Missstände beseitigt werden, die in Jesteburg vor allem in der hohen verkehrlichen Belastung der Ortsdurchfahrt bestehen. Außerdem sollen Substanz- und Gestaltungsmängel an einer Anzahl von das Ortsbild prägenden Gebäuden beseitigt werden. Das 22,9 ha große Fördergebiet umfasst den zentralen Ortskern. Das Sanierungskonzept sieht u.a. die Entschärfung der Kreuzungs-bereiche - u.a. durch die Anlegung von Kreisverkehrsplätzen - und die Gestaltung des Spethmannplatzes und des Skulpturenplatzes vor.

Hintergrundinformation:

Städtebauliche Erneuerungsvorhaben werden im öffentlichen Interesse durchgeführt und aus Mitteln des Bundes und des Landes mit zwei Dritteln der zuwendungsfähigen Kosten unterstützt. Bund und Land tragen die Förderung je zur Hälfte. Das letzte Drittel zuwendungsfähiger Kosten muss die Gemeinde aus Eigenmitteln aufbringen. Die Förderung ist kraft Gesetzes beschränkt auf investive und investitionsvorbereitende Maßnahmen.

In den elf Landkreisen des Amtsbezirks des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg gibt es aktuell 60 städtebauliche Erneuerungsvorhaben. Landesweit sind es sogar mehr als 250 Verfahren.

Im Programmjahr 2017 stellen Bund und Land gemeinsam für Niedersachsen neue Städtebaufördermittel in Höhe von 112,08 Millionen Euro zur Verfügung; im Jahr 2016 waren es 89,3 Millionen Euro.

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