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Homeoffice und Abstandsregeln: Veränderter Arbeitsalltag

Verfahren im ArL Lüneburg laufen weiter – aber anders als geplant


Flächen vermessen und deren Werte ermitteln – das gehört mit zu den Aufgaben des ArL Lüneburg. Leiterin Monika Scherf freut sich gemeinsam mit Dezernatsteilleiter Dr. André Riesner und Christian Giese, dass die Arbeiten planmäßig verlaufen.   Bildrechte: ArL Lüneburg
Flächen vermessen und deren Werte ermitteln – das gehört mit zu den Aufgaben des ArL Lüneburg. Leiterin Monika Scherf freut sich gemeinsam mit Dezernatsteilleiter Dr. André Riesner und Christian Giese, dass die Arbeiten planmäßig verlaufen.

Homeoffice statt Büro-Tag, dazu der Verzicht auf Dienstreisen und persönliche Besprechungen: Der Arbeitsalltag vieler Behörden hat sich in den vergangenen Wochen sehr verändert.

Auch Dr. André Riesner vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg musste seine Arbeit seit Beginn der Corona-Krise deutlich umstrukturieren. Als Leiter des Teildezernates Flurneuordnung und Landmanagement arbeitet er gemeinsam mit einem 30-köpfigen Team an Verbesserungen der ländlichen Infrastruktur in den Landkreisen Lüneburg, Harburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen.

„In unseren Verfahren sind sehr viele Grundstückseigentümer beteiligt. In Krisenzeiten mit Kontaktbeschränkungen sind Telefonate oder Videokonferenzen eine gute Alternative zum persönlichen Gespräch. Aber mitunter sind persönliche Termine unerlässlich, um letztendlich eine rechtskonforme Verfahrensbearbeitung zu garantieren“, informiert der Vermessungsingenieur.

Schnell aufs Homeoffice eingestellt

Die Lösung: Statt einer Versammlung mit allen Beteiligten macht das ArL beispielsweise in Dibbersen im Landkreis Harburg aktuell Einzeltermine mit Corona-Abstand. So kann für jeden Beteiligten das persönliche Recht auf Erläuterung gewährleistet werden. „Das dauert dann teilweise den ganzen Tag statt einer Stunde, aber wir sind froh, dass wir trotz der Lage in den vergangenen Wochen unsere Arbeit wie geplant schaffen können.“

Das geht auch, weil sich die Behörde sehr schnell aufs Homeoffice eingestellt hat. „Wir haben im Eilverfahren für einen Teil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hannover mobile Internet-Zugänge beantragt und diese auch recht schnell bekommen“, berichtet Monika Scherf, die das Amt für regionale Landesentwicklung leitet und in den vergangenen Wochen die Vorzüge von Video- und Telefonkonferenzen kennengelernt hat. „Die aktuelle Situation hat uns alle zum Umdenken gezwungen. Ich denke, dass wir vieles daraus gelernt haben und viele Dinge auch nach Corona weiter anwenden werden“, so die Landesbeauftragte.

Bollerwagen voll mit Akten

Dabei mussten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade in den ersten Wochen im Homeoffice improvisieren – insbesondere diejenigen, die langersehnte Förderbescheide ausstellen. „Da wir anfangs kaum technische Anbindungen hatten, haben einige von uns ganze Bollerwagen voll mit Akten mit nach Hause genommen“, berichtet Scherf. Die Mühe habe sich gelohnt: Alle Förderbescheide werden derzeit wie geplant bearbeitet und gehen nun nach und nach an die Kommunen raus.

Trotzdem sei persönliche Anwesenheit nach wie vor wichtig. In den letzten zwei Wochen kommen wieder deutlich mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Büro, allerdings sind Besuche von außen immer noch nicht erlaubt. Wie lange noch? „Als Landesbehörde wollen wir natürlich in der Fläche präsent sein und unsere Kommunen beraten. Wir hoffen, dass das auch bald wieder möglich sein wird“, so Scherf.

Artikel-Informationen

erstellt am:
11.05.2020

Ansprechpartner/in:
Manuela Gaedicke

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