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Flurbereinigungen Stade-Agathenburg und Dollern-Horneburg sind beendet

Gemeinsame letzte Vorstandssitzung in Nottensdorf


 

NOTTENSDORF. Die Unternehmensflurbereinigungsverfahren Stade-Agathenburg und Dollern-Horneburg sind nun Historie. Kürzlich trafen sich Vorstandsmitglieder, Behördenvertreter und Vertreter des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg zum offiziellen Abschluss des Verfahrens.

In einer gemeinsamen letzten Vorstandssitzung im Hotel Bellmann in Nottensdorf gingen die beiden Vorsitzenden Hans Alpers-Janke (Dollern-Horneburg) und Peter Schuback(Stade-Agathenburg)und der Bremerhavener Projektleiter Ulrich Zahn noch einmal auf den Ablauf der beiden Unternehmensflurbereinigungsverfahren ein. Vorab hatten beide Vorstände einstimmig den Abschluss der Verfahren durch die in Kürze folgende formelle Schlussfeststellung beschlossen.

„In zusammen 100 Vorstandssitzungen seien Entscheidungen auf den Weg gebracht worden, deren Ergebnisse wegweisend für die betroffenen Teilnehmer und Gemeinden sind“, lobte Teildezernatsleiter Michael Kießig die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen.

„Es sei sicher nicht immer leicht, Wegbaumaßnahmen, Bodenordnung und Naturschutz unter einen Hut zu bekommen, aber Sie haben das sehr gut hinbekommen“, so Kießig, der auch ausdrücklich noch einmal die hohe Kompetenz seiner Mitarbeiter lobte.

Das 965 Hektar große Flurbereinigungsverfahren Stade-Agathenburg mit 258 Teilnehmern wurde 1996 eingeleitet. Der 2002 genehmigte Ausbauplan und seine Änderungen stellten die Teilnehmergemeinschaft vor große Herausforderungen. Es wurden 4,75 Kilometer Wege mit einer Schotterbefestigung und 14,87 Kilometer Wege mit einer Schwarzdeckenbefestigung ausgebaut.

Zur Finanzierung der Baumaßnahmen sowie sonstiger anfallender Kosten in Höhe von fast 2,35 Millionen Euro stellten Land, Bund und EU rund 75 % als Zuschuss zur Verfügung; die restlichen 25 % wurden von den Teilnehmern sowie von den Gemeinden aufgebracht.

Einen ähnlichen Lebenslauf kann das1315 Hektar große Verfahren Dollern-Horneburg mit 300 Teilnehmern vorweisen:

In Umsetzung des 2006 genehmigten Ausbauplans und seiner Änderungen wurden 4,8 Kilometer Wege mit einer Schotterbefestigung, 9,1 Kilometer Wege mit einer Schwarzdeckenbefestigung und 2,5 Kilometer Asphaltspurbahn ausgebaut.

Zur Finanzierung der Baumaßnahmen sowie sonstiger anfallender Kosten in Höhe von fast 2,92 Millionen Euro stellten Land, Bund und EU rund 76 % als Zuschuss zur Verfügung; die restlichen 24 % wurden von den Teilnehmern, Gemeinden und Verbänden aufgebracht.

In beiden Verfahren wurden zusätzlich weitere 6,845 Millionen Euro für Baumaßnahmen und Entschädigungen des Unternehmensträgers - der Bundesrepublik Deutschland – abgewickelt.

Neben der Flächenbereitstellung für den ersten Bauabschnitt der Autobahn A 26, der Kreisstraße K 36-neu sowie der Verbesserung des Wegenetzes einschließlich der notwendigen Ausgleichsmaßnahmen hatte die Flurbereinigung als weiteres Ziel, die Bewirtschaftung der Grundstücke durch eine stärkere Zusammenlegung zu verbessern.

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