Artikel-Informationen
erstellt am:
07.11.2025
zuletzt aktualisiert am:
21.11.2025
Ansprechpartner/in:
Claudia Koops
Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg
Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
Tel: 04131/15-1372
Technologische Anpassungsmaßnahmen der Wasserwirtschaft an den Klimawandel waren das zentrale Thema im 4. Forum des Wassernetzwerks Nordost-Niedersachsens am 7. November 2025 in Lüneburg. Prof. Dr. Heger vom Institut für Produktionstechnik und –systeme (IPTS) an der Leuphana Universität Lüneburg stellte das Forschungsspektrum vor, zu dem das interdisziplinäre Projekt Schöpfwerk 4.0 zählt. 35 Vertreter*innen der Wasserbehörden und Unterhaltungsverbände sowie dem Institut für Nachhaltige Bewässerung der Ostfalia Hochschule (INBW) Suderburg nutzen die Möglichkeit, einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte und –ergebnisse zu erhalten.
Die Keynote aus der Wissenschaft sprach Marvin C. Hempel (Leuphana), die Teilnahme an dem Forschungsvorhaben Schöpfwerk 4.0 eröffnete dem Unterhaltungsverband Kehdingen die Möglichkeit, seine mehr als 160 Schöpfwerke voll zu digitalisieren und durch KI-basierte Vorhersagen und Steuerung die Energiekosten erheblich zu senken. „KI und Digitalisierung treiben die Optimierung von Siel- und Schöpfwerksbetrieben voran“ erklärte Marvin Hempel in seinem Vortrag.
Von den Herausforderungen der Entwässerung und des Wasserrückhalts – je nach Wetterlage und Grundwasserstand in der Winsener Elbmarsch berichtete Ansgar Dettmer, Artlenburger Deichverband. Im Zuge des Neubaus des Schöpfwerks und Siels in Fahrenholz am Ilmenaukanal im Jahr 2016 ließ sich eine komplette Anlage einsparen. Den Impuls zur Reduzierung der Anlagenzahl durch technische Optimierung gab es in der Diskussion auch aus dem Netzwerk. Der Fachkräftemangel erfordert mehr Effizienz, um künftigen Anforderung an eine klimaangepasste Wasserwirtschaft zu genügen.
Im letzten Vortrag ging es um die in Niedersachsen verbauten Drainagen auf landwirtschaftlichen Flächen, die Herausforderungen diese „aus grauer Vorzeit“ datierenden Rohre zu lokalisieren und so zu erneuern, dass sie zum Entwässern und Wasserhalten beitragen können.
Das Forum hat deutlich gezeigt, dass die Wasserwirtschaft in den kommenden Jahren in digitale und effiziente Steuerung investieren wird, dass die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis zur Modernisierungsbeschleunigung beitragen kann und dass der fachliche Austausch der verschiedenen Akteure bei der Bewältigung der Anpassungsleistungen einen Mehrwert darstellt.
Eingeladen hatten das ArL Lüneburg und der Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände im Landkreis Uelzen.
https://www.energieforschung.de/de/aktuelles/news/2022/pumpprozesse-vernetzen-und-energieeffizient-steuern --> die dazugehörende Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
https://www.leuphana.de/institute/ipts/modellierung-und-simulation-technischer-systeme-und-prozesse/abgeschlossene-projekte/schoepfwerk-40.html --> die dazugehörende Webseite der Leuphana
Artikel-Informationen
erstellt am:
07.11.2025
zuletzt aktualisiert am:
21.11.2025
Ansprechpartner/in:
Claudia Koops
Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg
Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
Tel: 04131/15-1372