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Neue Flurbereinigungsverfahren

Ministerin Otte-Kinast gibt Startschuss für drei neue Flurbereinigungsverfahren im Amtsbezirk Lüneburg


Von links nach rechts: BGM Bernd Reimers, Cord Stegmann, BGM Sven Frisch, Friedrich Lodemann, Ministerin Barbara Otte-Kinast, Torsten Schüller, BGM Johann Schlichtmann, Ute Kück, Landesbeauftragte Monika Scherf, Michael Kießig und Hans-Ludger Gerdes

Vor dem Hintergrund des neuen Flurbereinigungsprogramms 2019 bis 2023 hat Agrarministerin Barbara Otte-Kinast den Startschuss für 16 neue Flurbereinigungsverfahren, darunter drei im Amtsbezirk Lüneburg, gegeben.

Ministerin Otte-Kinast bedankte sich in ihrem Ministerium bei den geladenen Akteuren aus den freigegebenen Flurbereinigungsverfahren, die im Rahmen der Vorbereitung mitgewirkt haben. „In der heutigen Zeit, in der landwirtschaftlicher Boden immer knapper wird, ist Flurbereinigung als Ausgleich verschiedenster Interessen wichtiger denn je: Sie ordnet nicht nur den Boden neu; es werden Infrastruktur-Probleme gelöst, dem Erosionsschutz, der Gewässer- und Landschaftsentwicklung und dem Naturschutz werden Rechnung getragen.“ Es gebe kein vergleichbares Instrument, um Grundstückseigentümer, Landwirte sowie Träger öffentlicher Belange „auf Augenhöhe zusammenzubringen, um die Zukunft des ländlichen Raums zu gestalten.“ Den Ämtern für regionale Landesentwicklung komme dabei nicht nur die Rolle einer objektiven Planungsbehörde zu. „Mit ihrer Fachkompetenz und Erfahrung bringen Sie sich als Mediatoren in den ländlichen Raum ein“, so Otte-Kinast.

Im Amtsbezirk Lüneburg gab es grünes Licht für die Verfahren:

„A20 Himmelpforten“, „A20 Oldendorf“ sowie „Groß Hehlen“

Die freigegebenen Verfahren „A20 Himmelpforten“ und „A20 Oldendorf“ betreffen den 7. Bauabschnitt der A20 im Bereich der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten. Durch den hohen Flächenverbrauch der A20 sowie zusätzlichen Planungen wie Südlink, Deichbaumaßnahmen an der Oste, Sandabbau und kommunalen Entwicklungen entstehen umfassende Nutzungskonflikte, vor allem mit landwirtschaftlichen Betrieben. Durch die Flurbereinigungsverfahren sollen die Interessen dieser Betriebe berücksichtigt und eine agrarstrukturverträgliche Umsetzung der Planungen gewährleistet werden.

Die geplante Unternehmensflurbereinigung „Groß Hehlen“ umfasst den Bereich der Weiterführung der Ortsumgehung B3 Celle, die im südlichen Bereich bereits von zwei Unternehmensflurbereinigungen begleitet wird. Eine wesentliche Zielsetzung des Verfahrens Groß Hehlen ist die Verteilung des Landverlustes auf einen größeren Kreis von Eigentümern. Zudem soll durch die Optimierung des landwirtschaftlichen, multifunktionalen Wegenetzes im Nahbereich der Stadt Celle ein Ausgleich der durch Flächenverbrauch entstehenden Einkommensverluste erreicht werden.

Im Beisein der Landesbeauftragten Monika Scherf bedankte sich Ministerin Otte-Kinast stellvertretend für den Arbeitskreis Flurbereinigung bei den Mitgliedern Friedrich Lodemann und Cord Stegmann, die an der Vorbereitung mitgewirkt haben.

Hintergrund:

Derzeit gibt es in Niedersachsen 238 laufende und 133 in Vorbereitung befindliche, neue Flurbereinigungsverfahren. Die Verfahren werden von den vier Ämtern für regionale Landesentwicklung an insgesamt elf Standorten begleitet.

Insgesamt wurde jetzt das Startsignal für 16 neue Flurbereinigungsverfahren mit einer Gesamtfläche von rund 16.600 Hektar in Niedersachsen gegeben. 13 der neuen 16 Verfahren leisten einen Beitrag zur Agrarstrukturverbesserung durch die Neuordnung des ländlichen Grundbesitzes unter Berücksichtigung der Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Drei freigegebene Unternehmensflurbereinigungsverfahren sollen darüber hinaus einen Beitrag zur agrarstrukturverträglichen Umsetzung von Infrastrukturprojekten des Straßenbaus leisten. Etwaigen Benachteiligungen soll so entgegengewirkt werden.

An der Veranstaltung im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nahmen beteiligte Bürgermeister, Arbeitskreissprecher und Vertreter der Behörden teil.

Artikel-Informationen

16.09.2019

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