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Raumordnungsverfahren für die 380-kV-Leitung Stade-Landesbergen, Abschnitt Dollern-Landesbergen (Ersatzneubau)


Vorhaben: Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH plant zum Zweck der Netzverstärkung den Ersatz der bestehenden 220-kV-Höchstspannungsleitung zwischen Stade und Landes­bergen durch eine 380-kV-Höchstspannungsleitung. In diesem Zuge ist auch ein neues Um­spannwerk im Raum der Grafschaft Hoya mit netztechnischer Anbindung an das bestehende Umspannwerk Wechold zu errichten.

Zuständige Behörde: Das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg hat am 21.04.2017 das Raumordnungsverfahren mit integrierter Prüfung der Umweltverträglichkeit gemäß § 15 Raumordnungsgesetz des Bundes und § 9 ff. Niedersächsisches Raumordnungsgesetz für den Leitungsabschnitt Dollern-Landesbergen einschließlich des neuen Umspannwerks im Raum der Grafschaft Hoya eingeleitet.

Zweck des Raumordnungsverfahrens: Das Raumordnungsverfahren hat den Zweck, die raumbedeutsamen Auswirkungen des Vorhabens unter überörtlichen Gesichtspunkten zu prüfen (Raumverträglichkeitsprüfung gemäß § 15 Abs. 1 ROG). Das Raumordnungsverfahren schließt zudem die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der raumbedeutsamen Auswirkungen des Vorhabens auf die in § 2 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung genannten Schutzgüter entsprechend dem Planungsstand ein (vgl. § 10 Abs. 3 NROG). An das Raumordnungsverfahren schließt sich das Planfeststellungsverfahren an, in dem die konkreten Details der neuen Stromleitung - u.a. Masttypen, -standorte und -höhen - festgelegt werden. Für das spätere Planfeststellungsverfahren ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTbV) in Hannover zuständig.

Beteiligung der Öffentlichkeit: Das Raumordnungsverfahren sieht - ebenso wie das spätere Planfeststellungsverfahren - eine Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Die im Untersuchungsraum des Raumordnungsverfahrens gelegenen Einheits- und Samtgemeinden haben daher im Frühjahr/Sommer 2017 die vollständigen Planungsunterlagen inkl. der Umweltverträglichkeitsstudie zur Unterrichtung und Anhörung der Öffentlichkeit einen Monat zur Einsicht ausgelegt. Insgesamt sind seitens der Öffentlichkeit rund 170 Stellungnahmen eingegangen.

Infolge des Beteiligungsverfahrens hat TenneT den Standortvergleich für das geplante Umspannwerk im Raum der Grafschaft Hoya um drei Standortalternativen erweitert. Zum erweiterten Standortvergleich wird eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt, die Unterlagen liegen nach ortsüblicher Bekanntmachung für einen Monat- vom 4.9.2017 bis zum 4.10.2017 - in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya aus. Zusätzlich kann jedermann ab dem 1.9.2017 auf dieser Internetseite die vollständigen Verfahrensunterlagen einsehen (s. rechts unter „Raumordnungsverfahren").

Das erneute Beteiligungsverfahren ist auf den erweiterten Standortvergleich für die Errichtung eines Umspannwerks im Raum der Grafschaft Hoya und die zugehörigen Antragsunterlagen beschränkt.

Jedermann kann sich bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist - d.h. bis zum 18.10.2017 - bei der Gemeinde schriftlich oder zur Niederschrift zu dem Vorhaben äußern.

Die bei der Gemeinde abgegebenen Stellungnahmen werden an das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg weitergeleitet.

Zur Vereinfachung des Verfahrens können die Stellungnahmen auch in elektronischer Form direkt an die E-Mail-Adresse der Landesplanungsbehörde (rov-p24@arl-lg.niedersachsen.de) abgegeben werden.

Die eingegangenen Stellungnahmen werden in die Prüfung und Abwägung im Zuge des Raumordnungsverfahrens einbezogen. Der Vorhabenträger, die TenneT TSO GmbH, erhält die Stellungnahmen in Kopie zur Kenntnis. Soll keine Weitergabe der Stellungnahme an den Vorhabenträger erfolgen, so ist dies in der Stellungnahme anzugeben.

Sie erhalten eine Eingangsbestätigung seitens der Landesplanungsbehörde.

Verfahrensergebnis: Das Raumordnungsverfahren wird mit der Landesplanerischen Feststellung abgeschlossen. Das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens hat keine unmittelbare Rechtswirkung gegenüber einzelnen und gegenüber dem Planungsträger. Es ersetzt keine Genehmigungen, Planfeststellungen oder sonstige behördliche Entscheidungen nach anderen Rechtsvorschriften (vgl. § 11 NROG). Die Landesplanerische Feststellung, aus der sich auch die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Belangen ergibt, wird ebenfalls einen Monat zur Einsicht ausgelegt. Ort und Zeit der Auslegung werden ortsüblich bekannt gemacht. Gleichzeitig wird eine Veröffentlichung im Internet erfolgen, die ebenfalls bekannt gemacht wird.

Ansprechpartner: Für Nachfragen zum Vorhaben steht seitens des Vorhabenträgers TenneT Frau Renate Gaus zur Verfügung (renate.gaus@tennet.eu; 0921 50740 - 4719). Ansprechpartner für Nachfragen zum Raumordnungsverfahren beim ArL Lüneburg ist Dr. Stefano Panebianco (stefano.panebianco@arl-lg.niedersachsen.de; 04131-151321).


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